ARD-alpha - Schulfernsehen


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Geomorphologie Die Alpen

Die Alpen sind das größte Gebirge Europas. Doch wie sind sie entstanden? Wie gelangte Material vom Meeresboden bis in 3.000 Meter Höhe? Welche Rolle spielten Wasser, Eis und Wind? Fragen, die dieser Film anschaulich beantwortet.

Von: Ein Film von Helmuth Stromeyer

Stand: 15.03.2013

Blick auf die Alpen mit der Zugspitze | Bild: Victoria Bonn-Meuser/ dpa

Für die Geomorphologie, die Wissenschaft von den Oberflächenformen der Erde, sind die Alpen ein nahezu unerschöpfliches Arbeitsfeld. Es gilt physikalische und chemische Prozesse zu untersuchen und der Bedeutung von Gestein und Klima für die Reliefentwicklung in den verschiedenen Höhenstufen nachzuspüren.

Mehr zur Vergletscherung

Pasterzengletscher am Großglockner | Bild: picture-alliance/dpa/Thomas Muncke zum Artikel Geomorphologie Vergletscherung

Gletscher gehören zu den mächtigsten "Landschaftsarchitekten" der Erdgeschichte. Ihre Eismassen wirkten wie riesige Hobel, die den Felsuntergrund geschliffen und typische Landschaftsformen des Alpenraums geschaffen haben. [mehr]

Die alpinen Gebirgsformen sind durch vielfältige Prozesse entstanden. Großen Einfluss hatte die Vergletscherung in den Eiszeiten. Später spielte die Frostsprengung eine wichtige Rolle: Wasser drang bei Erwärmung in Felsspalten ein, gefror wieder, Felsen platzten auseinander, Schutthalten etc. entstanden. Verwitterung und Bodenabtragung wirkten sich ebenso auf die Landschaftsprägung aus wie fließendes Wasser und chemische Prozesse, die die Vegetation in unterschiedlichen Höhenlagen verursachte.

Die Ausformung der Kalkalpen

Am Beispiel der Nördlichen Kalkalpen lässt sich Gebirgsbildung gut zeigen. Sie erstrecken sich vom Wiener Becken im Osten bis zum Bodensee im Westen. Die Zugspitze, mit 2.963 Metern höchster Berg Deutschlands, gehört ebenso dazu wie das Alpenvorland mit den Chiemgauer Bergen. Der Name "Kalkalpen" deutet darauf hin, dass die Gesteine, aus denen sie bestehen, vor Millionen von Jahren auf dem Grund eines Meeres abgelagert wurden. Eingeschlossene Korallenreste sind Belege dafür, dass das Gestein in einem warmen Flachmeer entstand. Mit einem Trickfilm zeigen wir, wie sich die Schichtung und Auffaltung der Kalkgebirge vollzog.

Gebirge entstehen durch Plattenverschiebung

Mehr zu Pangäa

Der Urkontinent Pangea | Bild: BR zum Artikel Meilensteine der Naturwissenschaften und Technik Die Entstehung der Kontinente – Alfred Wegener und die Plattentektonik

Hat die Welt stets so ausgesehen wie heute? Was hat die Kontinente geformt, welche Kraft hat sie auf ihren Platz gestellt? Sind die Festlandmassen Bruchstücke einer geborstenen Urerde? Alfred Wegener hat Antworten gefunden. [mehr]

Der Zusammenhang zwischen dem Formenbau der Erde und der Plattentektonik ist ein weiteres Thema der Sendung. Vor mehr als 200 Mio. Jahren existierte der Urkontinent Pangäa, der vom Urozean umgeben war. Die kontinentale und die ozeanische Kruste lagen auf dem Erdmantel auf. Gegenläufige Strömungen im unteren plastischen Teil des Erdmantels zerrten an der kontinentalen Kruste, bis der Urkontinent zerbrach. Zwischen die Kontinentalplatten drang Meerwasser ein. Die Platten drifteten auseinander und wieder aufeinander zu, bis sie ihre heutige Position erreicht hatten. Im Falle der Alpen bewegte sich die afrikanische Platte auf die europäische zu, an Plattengrenzen türmten sich Gebirge auf.


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