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Fortsetzung folgt Auf heißer Fährte

Otto ist weg. Ausgerechnet an Merles zwölftem Geburtstag hat ihr Vater den Border-Collie auf einer Koppel vergessen. Die Suche nach dem Ausreißer bleibt erfolglos. Ein herber Schlag für Merle und ihren Bruder.

Von: Simon Demmelhuber & Volker Eklkofer, eine Film von Julia Knaack & Petra Schorr

Stand: 14.06.2013

Bild vom vermissten Hund | Bild: mdr

Ausgerissen: Ein Collie taucht ab

Merle und ihr Bruder Jonte leben mit ihren Eltern auf einem Bauernhof in Schleswig-Holstein. Und dann ist da noch Otto, der schwarz-weiß gefleckte Border-Collie. Otto gehört zur Familie und zum Hof. Der Vater braucht ihn, um die Kühe aus dem Stall auf die Weide zu treiben. Merle und Jonte brauchen ihn als Spielkameraden, zum Knuddeln, Kuscheln und Blödsinn machen.

Wer hat Otto gesehen?

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Aber Otto ist verschwunden. Ausgerechnet an Merles zwölften Geburtstag hat Papa den Hund auf der Weide vergessen. Am andern Tag war er weg. Seither hat die ganze Familie alle Hebel in Bewegung gesetzt, um Otto wiederzufinden. Sie geben allen Nachbarn Bescheid, damit sie Augen und Ohren offen halten. Außerdem haben sie sich vom Haustierzentralregister Tasso Suchplakate drucken lassen. Diese online bestellten Steckbriefe mit einer Beschreibung und einem Bild ihres Hundes hängen sie überall dort auf, wo viele Menschen sie sehen können: Beim Bäcker, im Supermarkt, in Wartehäuschen, an Zäunen bei Tierzüchtern, Tierärzten, bei der Polizei, bei anderen Bauern.

Der Tierdetektiv greift ein

Trotz aller Mühen ist Otto wie vom Erdboden verschluckt. Niemand hat ihn gesehen, niemand vom ihm gehört, niemand bringt ihn zurück. Weil die Geschwister ihren Hund nicht vergessen können und unbedingt wieder haben wollen, schaltet der Vater schließlich Frank Weißgerber ein. Der Tierdetektiv ist darauf spezialisiert, entlaufene Hunde aufzustöbern und hat schon mehr 1000 Ausreißer eingefangen.

Frische Spuren und ein Funke Hoffnung

Frank Weißgerber rät ihnen, Futterstellen an Plätzen einzurichten, die Otto kennt. Der Plan funktioniert. An einer Futterstelle finden sich tatsächlich Pfotenspuren, die nur von Otto stammen können, außerdem ist der Napf halb leer gefressen. Otto lebt also, hält sich in der Nähe auf, findet aber nicht mehr nach Hause.

Suchhund Shania übernimmt

Jetzt muss Frank Weißgerber persönlich eingreifen. Er reist an und bringt Shania mit, eine speziell ausgebildete Suchhündin, die über einen besonders feinen Spürsinn verfügt. Obendrein hat er ein Betäubungsgewehr dabei, das er jedoch nur dann einsetzt, wenn ein Hund besonders bissig oder so verschreckt ist, dass er sich nicht anleinen lässt. Für den ungefährlichen und zutraulichen Otto wird er es nicht brauchen, beruhigt er die besorgte Merle.

Die Fährte ist heiß

Damit Shania Ottos Fährte aufnehmen kann, braucht sie eine Geruchsprobe. Die findet sich auf der der Hundedecke im Anhänger, wo Otto oft gelegen hat. Merle und Jonte reiben sterile Tücher über die Decke, um Hautpartikel von Otto aufzunehmen. Dann steckt Frank Weißgerber die "bedufteten" Tücher in eine Plastiktüte, die er anschließend über Shanias Schnauze stülpt. Die Hündin hat Ottos Spur gewittert, stürmt los und ist kaum zu bremsen. Shania könnte Otto zwar finden, aber nicht zurückbringen. Deshalb legt sich Frank Weißgerber beim Anhänger nachts auf die Lauer. Getarnt in einem Zelt, überwacht er die Gegend mit einem speziellen Nachtsichtgerät.

Die letzte Chance

Doch Otto taucht nicht auf. Vielleicht hat er das Revier gewechselt, vielleicht wittert er einen Fremden neben seiner Futterstelle. Aber zum Aufgeben ist es noch zu früh. Noch gibt es eine Chance. Gemeinsam mit den Kindern und dem Bauern montiert der Tierdetektiv eine selbstgebaute Lebendfalle im Anhänger. Sie ist so konstruiert, dass sie zuschnappt, sobald Otto den Käfig betritt. Jonte und Merle überzeugen sich, dass die Falle auch wirklich funktioniert und den Hund nicht verletzt. Doch obwohl die Kinder das Futter in der Falle regelmäßig erneuern und der Fangkäfig mehrere Tage lang stehen bleibt, tut sich nichts. Otto lässt sich nicht blicken, er kommt nicht zum Anhänger zurück und hinterlässt keine weiteren Spuren.

Otto bleibt verschwunden

Die Aussichten, dass Otto wiederkommt, schwinden von Tag zu Tag. Schließlich baut der Vater die Falle ab. Jonte und Merle sind natürlich traurig darüber, dass die Suche erfolglos geblieben ist, aber sie haben alles probiert. Einen Trost haben sie immerhin: Frank Weißgerber nimmt ihnen die Angst, dass ihr Hund alleine nicht überleben kann. Wahrscheinlich hat er Freunde gefunden, mit denen er jagt und sich durchschlägt. Solche selbstversorgenden Streunerbanden sind keine Seltenheit. Die Chancen stehen gut, dass Otto sich durchbringt.

Kann Bob die Lücke füllen?

Und dann ist da auch noch Bob, der fünf Monate alte Junghund. Er ähnelt Otto wie aus dem Gesicht geschnitten, ist aber noch unerfahren, arg verspielt und muss viel lernen, um in die Fußstapfen seines Vorgängers zu treten. Aber irgendwann wird auch er die Kühe auf die Weide treiben und in Ottos Anhänger die Herde bewachen. Bis Bob ausgebildet ist, bleibt noch viel Zeit zum Schmusen und Herumtollen mit den Geschwistern. Und eins wissen Merle, Jonte und ihr Vater genau: Auf Bob werden sie besser aufpassen, damit der neue Spielkamerad nicht auch entläuft und gesucht werden muss.


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