ARD-alpha - Schulfernsehen


0

Erdbebenforschung Le séismographe - Emil Wiechert

Um Ort, Tiefe und Stärke von Erdbeben zu ermitteln, braucht man Messgeräte: Seismographen. Emil Wiechert (1861-1928) verdanken wir ein mechanisches Pendel-Hebel-System, das Erdbewegungen registriert und lokalisiert.

Von: Ein Film von Wolfgang Meindl

Stand: 01.07.2012

Ein moderner Seismograph zeichnet Erdstöße auf | Bild: picture-alliance/dpa

Chinesen bauten den ältesten Seismographen

Sendung in französischer Sprache

Seit jeher haben die Menschen versucht, Erklärungen für den "Zorn der Erde" zu finden, der sich in verheerendem Beben ausdrückt. Mit der wissenschaftlichen Untersuchung von Erdbeben befassten sich bereits die frühen Chinesen. Sie konstruierten das erste bekannte Gerät zur Ortung von Erschütterungen. Um das Jahr 130 entwickelten Astronomen einen bewegungssensiblen Bronzetopf mit außen angebrachten Drachenköpfen. In jedem Drachenmaul befand sich eine Kugel, die bei Erdstößen in Bebenrichtung "ausgespuckt" wurde.

Emil Wiechert - der Pionier der Erdbebenforschung

Zu Beginn des  20. Jahrhunderts fand der aus Ostpreußen stammende Physiker Emil Wiechert eine Lösung für das bis dahin ungelöste Problem der starken Eigenschwingungen der zur Messung verwendeten Pendel: die Dämpfung des Seismographen mit Hilfe von vier Federn. Trotz erheblicher Erschütterungen gerieten "Wiechertsche Pendel" nicht in Schwingungen und ermöglichten exakte Messergebnisse, die auch Rückschlüsse über den Aufbau der Erde zuließen. Schon 1896 postulierte Wiechert die heute gängige Theorie, dass unser Planet einen Metallkern besitzen müsse.

Die Richter-Skala

Der amerikanische Forscher Charles Richter führte 1935 die nach ihm benannte Skala ein, die Auskunft über die Stärke von Beben gibt. Heute sind in der ganzen Welt Beobachtungsstationen eingerichtet. Dort wird jede Regung unseres Planeten registriert und katalogisiert, um in Zukunft eine Möglichkeit zur Vorhersage von Erdbeben zu entwickeln.


0