ARD-alpha - Schulfernsehen


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Schau in meine Welt Ekuwam - der Wasserspäher

Ekuwam - ein junger Nomade - lebt im Norden Kenias. Seine Heimat ist extrem trocken. Wir begleiten ihn auf der Suche nach Wasser.

Von: Frank Feustle und Simone Walther

Stand: 31.05.2016

Ekuwam und der alte Mann | Bild: RBB

Ekuwam ist ein Junge vom Volk der Turkana und lebt im Norden Kenias. Seine Heimat ist extrem trocken, doch in normalen Jahren gibt es genügend Wasserquellen und Gras für Ekuwams Ziegen. Aber seit einem Jahr hat es nicht mehr geregnet: Menschen und Tiere drohen zu verdursten. Ekuwams Volk lebt zwar am größten Wüstensee der Erde, dem fast 300 Kilometer langen Turkanasee, aber das Wasser ist eigentlich nicht trinkbar, es führt zu Durchfall.

Harter Marsch durch die Wüste

Aber im Moment haben sie keine andere Wahl, alle Quellen sind ausgetrocknet. Die Turkana sind Nomaden und sind es gewohnt, mit ihren Viehherden immer wieder weiterzuziehen. Jedes Dorf hat einen Wasserspäher, der die Umgebung auskundschaftet, um eine neue Heimat für das Dorf zu finden, wenn Wasser und Weideland knapp werden. In Ekuwams Dorf übernimmt diese Rolle der alte Mann Apaa. Diesmal soll ihn Ekuwam auf seiner beschwerlichen Wassersuche, die mehrere Wochen dauern kann, begleiten. Ekuwam soll ihm helfen und vor allem lernen, wie man Wasser in der Wüste findet.

Eine Oase in der Wüste

Nach rund zwei Wochen strapaziöser Suchen finden sie schließlich in einem tiefen Tal eine Quelle mit gutem Trinkwasser und zudem genügend Weideland für ihr Vieh. Zurück in ihrem Dorf werden sie als Helden gefeiert, vor allem Ekuwam bekommt gebührend Anerkennung für seine Leistung. Als Erstes wird Ekuwams Familie sich auf den weiten Weg in die neue Heimat machen. Die zerlegte Hütte und alle Habseligkeiten werden auf Eseln verzurrt, dann startet die Karawane in die flimmernde Wüste ...


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