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Territoriale Veränderungen Die Neuordnung Europas

Das sinnlose Blutvergießen war endlich vorbei. Eine Neuordnung Europas entstand, die sich auf ein Zusammenleben von gleichberechtigten und souveränen Staaten gründete.

Stand: 10.08.2016

Friedensverträge | Bild: BR

Frankreich und Schweden konnten ihre Territorien auf Kosten des Reichs erweiterten. Verlierer waren die Habsburger: Spanien musste auf die nördlichen Niederlande verzichten und die Hoffnung des Kaisers auf eine Alleinherrschaft war nun vorbei.

Reichspolitik und Reichsverfassung

Alle Reichsfürsten, die ihr Territorium verloren hatten, wurden wieder in ihr Landesfürstentum eingesetzt. Ihre Ländereien wurden für sourverän erklärt. Ihren Wunsch nach politischer Unabhängigkeit konnten sie durchsetzen. Sie erhielten auch mehr Mitbestimmung, denn der Kaiser benötigte nun die Zustimmung der Reichsstände für Gesetzesentscheidungen. In Religionsfragen musste im Reichstag jede Konfession für sich beraten. Beide Gruppen besaßen die gleiche Stimme.

Die Reichstände erhielten die volle Souveränität und damit wurde das Reich zu einem Bund von souveränen Staaten: Eine Gemeinschaft gleichberechtigter Staaten.

Innerdeutsche Territorien und Gebietsabtretungen

Kursachsen erhielt als Lohn für seine kaisertreue Politik Ober- und Niederlausitz, die bislang zur böhmischen Krone gehörten.
Mecklenburg erhielt die Bistümer Ratzeburg und Schwerin, Brandenburg erhielt Hinterpommern.
Die Oberpfalz kam zu den Wittelsbacher und Bayern konnte sich damit vergrößern.

Grundsätzlich gingen die Veränderungen zu Lasten Österreichs, des pfälzischen Kurstaates und vor allem der geistlichen Reichsstände. Schweiz und die Niederlande traten aus dem Reichsverband aus.


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