ARD-alpha - Schulfernsehen


3

Blum & Blümchen (4) Rund ums Wasser

Man nennt die Seerose "Königin des Gartenteichs". Nicht zuletzt die Schönheit ihrer Blüten motiviert eine Gruppe Jugendlicher, einen Schulteich anzulegen. Doch bevor sie die Gewässeridylle genießen und mit Sieb und Käscher als Forscher aktiv werden können, wartet eine Menge Arbeit auf sie.

Von: Carla Brustmann, Ilse Wilbich

Stand: 24.02.2012

Seerose | Bild: colourbox.com

Manchmal kann man die Uhr nach ihnen stellen: Um sieben Uhr morgens öffnen sie sich, um fünf Uhr nachmittags schließen sie sich wieder. Weiße Seerosen sind in nährstoffreichen, stehenden Gewässern zu finden. Ihre eindrucksvollen Blüten sitzen auf langen Stengeln, die bis zum Boden reichen, doch wenn man sie betrachtet, scheinen sie elegant zu schwimmen. Teichbesitzer rühmen ihre Schönheit und scheuen keine Mühen, sie in ihren Weihern gedeihen zu lassen. Die Sendung stellt die Seerose vor und schildert Besonderheiten der Fortpflanzung.

PDF-Download

Unterlagen zum Download | Bild: colourbox.com zum Download Rund ums Wasser Informationen für Lehrer und Schüler

Fakten, didaktische Hinweise, Literatur und Links zum Thema - alles was man für den Unterricht braucht. [mehr]

Den passenden Lebensraum für Seerosen will eine Gruppe Schüler schaffen und macht sich daran, einen Teich anzulegen. Doch das ist nicht so einfach: Der Mix aus Licht und Sonne muss stimmen, sonst fühlen sich die sensiblen Pflanzen nicht wohl. Außerdem müssen sich die Jugendlichen entscheiden, ob sie mit einer Teichfolie arbeiten oder ein Kunststoffbecken verwenden. Und natürlich geht es um die Frage, wie der Schulteich dauerhaft im biologischen Gleichgewicht gehalten werden kann.

Weiden sind zwar keine Teichbewohner, aber ausgewiesene Wasserliebhaber, die oft in der Nähe von Bächen wachsen. Die Laubgehölze sind vor allem wegen der goldschimmernden "Palmkätzchen" bekannt. Zweige mit Blütenkätzchen der Weiden ersetzen in ganz Europa die Palmwedel, die am Palmsonntag in der katholischen Kirche gesegnet werden. Kinder schnitten sich früher aus den Frühjahrstrieben der Weiden Pfeifen. Es gibt zahlreiche, kaum auseinander zu haltende Weidenarten, hinzu kommen "Bastarde", also Kreuzungen aus verschiedenen Arten. Weiden sind "zweihäusig", das heißt, jeder Baum hat nur Blüten einerlei Geschlechts. Bekannte Arten sind die Salweide, die Ohrweide sowie die Grau- und Weißweide.

Als besonderer Schmuck von Friedhöfen und Parkanlagen gilt die Tauerweide, die aus Vorderasien stammt. Man erkennt sie an ihren tief herabhängenden Zweigen. Bei "Kopfweiden" handelt es sich um keine eigene Weidenart. Es sind Weiden, deren Kronen etwa in Kopfhöhe abgeschnitten wurden. Dadurch werden die Stämme dicker, der Baum bleibt relativ niedrig und statt einer Krone wachsen nun lange Zweige, Weidenruten, aus der Stammspitze. "Krautweiden" finden wir im Hochgebirge - als kleine Sträuchlein, die sich an den Boden schmiegen.


3