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Bahnhofsmission am Berliner Hauptbahnhof Kommt die Menschlichkeit zum Zug?

Die Bahnhofsmission betreut Obdachlose und Straßenkinder, kümmert sich um behinderte Passagiere, unterstützt Reisende, die bestohlen wurden oder ihre Papiere verloren haben. Aber die Gelder sind knapp und Samariter nicht überall gern gesehen.

Von: Volker Eklkofer & Simon Demmelhuber, ein Film von Gernot Götze

Stand: 14.06.2013

Mitarbeiter der Bahnhofsmission helfen beim Umsteigen am Berliner Hauptbahnhof | Bild: rbb

Bahnhofsmissionen sind Anlauforte für Menschen, die in Not sind. Ehrenamtliche, aber auch hauptberufliche Helfer  betreuen Arme, helfen Behinderten beim Umsteigen und transportieren ihr Gepäck. Schlafplätze für erschöpfte Reisende werden angeboten, Ratsuchende sind stets willkommen.

"Menschlichkeit am Zug"

Mit diesem Slogan wirbt die Bahnhofsmission für sich. Doch gerade in Zeiten knapper Kassen ist es schwer, die Menschlichkeit zu verwirklichen. Auch die Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn verläuft nicht immer reibungslos. Aufsehen erregte im Jahr 2001 der Versuch des damaligen Bahn-Chefs Hartmut Mehdorn, die Essenausgabe an Obdachlose zu verbieten. In ganz Deutschland regte sich Protest. Es kam zu Demonstrationen, Zeitungen wie die FAZ stellten sich hinter die Bahnhofsmission. Mehdorn musste einen Rückzieher machen.


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