ARD-alpha - Schulfernsehen


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Achtung! Experiment Ein Motorrad unter Druck

Was passiert, wenn ein stählernes Motorrad und hauchfeine Gummiballons einem Wasserdruck ausgesetzt werden, wie er in 10.000 Metern Tiefe herrscht? Wird es die Ballons zerquetschen, kommt das Motorrad heil davon?

Stand: 04.01.2013

Ein Motorrad wird dem Druck in der Druckkammer ausgesetzt | Bild: SWR/WDR

Die Wasserfaust packt zu

Die Pumpen laufen an, nun wird es ernst. Schauplatz des Experiments: Die Druckkammer eines Forschungsinstituts. Die gewaltige Maschine entfaltet enorme Kräfte: Wenn sie 10.000 Meter Tiefe simuliert, lastet ungefähr eine Tonne auf jedem Quadratzentimeter der abgesenkten Gegenstände.Spezialkameras dokumentieren das Zerstörungswerk in Zeitlupe. Ab 5.000 Metern zerbrechen die Lenker unter dem Druck der Wassermassen, Lampenglas splittert, Hohlräume bersten, der Stahl gibt nach. Nur die Ballons überstehen die Tauchfahrt unbeschadet. Wie kann das sein? Warum werden sie nicht zerdrückt und zermanscht?

Der Trick mit dem Druckausgleich

Ganz einfach: Die Ballons waren mit Wasser gefüllt. Die Flüssigkeit hat den Außendruck aufgenommen und ausgeglichen. Darum hat die dünne Haut standgehalten. Derselbe Trick hat den Tank des Motorrads gerettet. Durch den Bruch der Dichtungen ist Wasser eingedrungen und hat die gewaltige Drucklast kompensiert.

Weiterdenken, ganz ohne Druck

Was das für den Bau von U-Booten bedeutet? Und für Wale, für Fische, für alles, was in den Tiefen der Ozeane lebt? Darüber sollten wir reden, mit den Gummiballons und dem Motorradtank im Hinterkopf!


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