ARD-alpha - Schulfernsehen


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ach so! fragen - forschen - verstehen Sterben - was ist das?

Adan, der Außerirdische, ist in heikler Mission unterwegs: Er soll das Geheimnis des Lebenszyklus auf der Erde ergründen. Der Tod, erfährt er, ist ein Teil des Daseins, doch vielen Menschen fällt es schwer, Abschied zu nehmen. Ein kleiner Junge erzählt Adan, wie er um seinen geliebten Onkel trauert.

Von: Carola Gampe, ein Film von Barbara Weber

Stand: 19.10.2012

Ein Grab auf dem Friedhof | Bild: BR

Auf einem Waldspaziergang im Spätherbst betrachtet der Außerirdische Adan die kahlen Äste der Bäume. Hie und da entdeckt er noch ein verfärbtes Blatt. Auf dem Boden liegen viele heruntergefallene Blätter. Wie die duften! Und wie schön sie sind! Das allerschönste Blatt will er aufbewahren und mit nach Hause, zu seinem Heimatplaneten Emag, nehmen. Aber schon beim Aufheben zerbröselt das welke Blatt in seiner Hand. Da entdeckt er noch ein letztes, saftiges, grünes Blatt an einem Ast, das er schließlich abpflückt. Er wendet sich mittels seines Zauberwürfels an Emag, um seinen Auftrag für heute zu erfahren: Adan soll das Geheimnis von Leben und Tod ergründen, den ewigen Kreislauf auf der Erde. Sterben, was ist das? - Diese Frage soll er beantworten.

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Der erste Beitrag erläutert die Lebenszyklen von Mensch, Tier und Natur. Mit der Geburt beginnt die abenteuerliche Reise, das Leben. Es bewegt sich wie das Zahnrad einer Uhr. Menschen werden älter; dabei verändern sie sich. Wann ein Mensch stirbt, ist ungewiss. Im Durchschnitt lebt ein Mensch in Deutschland ca. 78 Jahre. Tiere haben sehr unterschiedliche Lebenserwartungen: Meerschweinchen leben ca. 8 Jahre, Riesenschildkröten 180 Jahre, Hunde ca. 8 Jahre und Pferde ca. 30 Jahre. Bäume können sehr alt werden. Und sogar Sterne werden geboren und sterben irgendwann. Der Tod gehört zum Leben.

Adan weiß jetzt, was Lebenszyklus bedeutet. Aber wohin kommen die Menschen, die gestorben sind? Dorthin wünscht sich Adan und findet sich auf einem Friedhof wieder. Er betrachtet die Grabsteine und vermutet, dass die Menschen zu Steinen werden. Auf einer Grabinschrift liest er: "Hier ruht..." und schließt daraus, dass die Menschen unter den Steinen liegen und dort schlafen.

An einem Grab steht eine Frau. Adan bittet sie, ihm zu erklären, wozu die Grabsteine, Figuren und Inschriften da sind. Geduldig erläutert die Frau, dass das Denkmäler sind, die daran erinnern, dass der verstorbene Mensch einmal gelebt hat. Er wurde begraben, und sein Grab ist nun ein Ort der Erinnerung. Blumen werden für den Toten niedergelegt und Kerzen angezündet. Für Freunde und Verwandte lebt der Verstorbene in Gedanken und Gefühlen weiter. Jeder Mensch, der einmal gelebt hat, hinterlässt Spuren, die weiterleben. Nachdenklich betrachtet Adan das Blatt, das er abgepflückt hatte. Mittlerweile ist es schon gelb geworden und Adan fragt sich, wie er es vor dem Sterben retten kann. Dazu muss er wohl noch mehr über den Tod und das Sterben wissen. Vielleicht können die "Gedankensammler" weiterhelfen?

Im zweiten Beitrag erfährt Adan von den "Gedankensammlern" (eine Gruppe von Kindern), dass Sterben auch heißt, für anderes, neues Leben Platz zu machen. Wenn niemand sterben würde, wäre die Erde schon bald überbevölkert, sie würde quasi aus allen Nähten platzen. Trotzdem will Adan nicht, dass sein Blatt stirbt. Er versucht, es mit seiner Zauberkraft am Sterben zu hindern. Aber gegen das Sterben gibt es keinen Zauber. Plötzlich hört Adan die Stimme eines Kindes.

ARD-Themenwoche

Im dritten Beitrag erzählt der 10-jährige Jannis seine Geschichte, wie er vom Tod seines Onkels erfahren hat, wie traurig er darüber war, und wie er sich getröstet hat. Der Bub erzählt Adan aber auch, dass er sich oft Fotos von seinem verstorbenen Onkel betrachtet und sich daran erinnert, wie er mit ihm gespielt und gelacht hat. In diesen schönen Erinnerungen lebt sein Onkel für Jannis weiter. Adan begreift, dass sein Blatt stirbt. Und er möchte es auf eine schöne Weise verabschieden. Er besucht einen Bestatter, der ihm von seiner Arbeit erzählt. Er erklärt Adan, dass die Toten gewaschen und schön angezogen werden, bevor sie in solch einen Sarg gelegt werden. Und er zeigt Adan verschiedene Särge. Für Adans Blatt findet er eine hübsche Holzschachtel, die Adan liebevoll bemalt.

Im vierten Beitrag werden einige Beerdigungsrituale in anderen Kulturen gezeigt. In Mexiko z. B. stellt man an einem bestimmten Tag im Jahr Puppen auf, die die Verstorbenen symbolisieren und an sie erinnern. Sie bekommen daher auch Essen und schöne Kleider. In Sumatra werden am Tag des Ahnenfestes, die Knochen der Toten wieder ausgegraben, gereinigt und auf einem anderen Friedhof noch einmal beerdigt. Um den Toten eine Freude zu machen tanzen die Hinterbliebenen auf dem Friedhof. In Afrika lassen sich die Menschen zu Lebzeiten einen Sarg anfertigen. Oft sind die Särge bunt bemalt und haben besondere Formen (z. B. ein Schiff, ein farbenprächtiger Adler, ein Fisch...).

Adan legt das tote Blatt in den bemalten Minisarg und beerdigt es auf einer Anhöhe. Auf der Klarinette spielt er ihm eine Abschiedsmelodie.


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