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Bio kompakt Muskeln - warum du sie wirklich brauchst

Richtig gute Muckis sind nicht nur was für Bodybuilder! Wenn du keine hättest, könntest du nicht mal richtig schlucken und dein Herz würde stehenbleiben.

Von: Silke Schmidt-Thrö, ein Film von Anita Bach

Stand: 25.11.2016

Am Herz, in der Speiseröhre und sogar am Hintern. Kein Fleck in unserem Körper kommt ohne Muskeln aus. Zu Recht. Sie sind die Motoren, die uns am Laufen halten und unser Benzin - das Blut - durch den Körper pumpen. Selbst der größte Trainingsmuffel hat deswegen gehörige Muskelkaft. Wir bringen Fakten zu Muckis:

Muskelkraft

Schwere Muskeln

Dein Körper ist eine ziemlich komplizierte Maschine, zumindest wenn es um deine Muskeln geht. Weit über 600 bewegen dich und dein Inneres - vom Herz bis zur Armbeuge. Kein Wunder also, dass die Masse aller deiner Muskeln 35 bis 40 Prozent deines Körpergewichts ausmacht. Bei Astronauten dürfte es allerdings etwas weniger sein. Weil sie in der Schwerelosigkeit ihre Muskeln nicht brauchen und trainieren, bauen sie Muskelmasse ab.

Geschlechterfrage

Frauen haben durchschnittlich weniger Muskelkraft als Männer. Das hast du dir vielleicht schon gedacht. Aber weißt du, wo der Unterschied am größten ist? Es ist in der Unterarmbeugemuskulatur. Nur ungefähr halb so viel Kraft hat hier eine Frau. Beim Kaugummi kauen sind die Unterschiede übrigens am kleinsten - Männer kauen nur 20 Prozent kräftiger.

Kopfüber Trinken

Wenn du einen Kopfstand hinbekommst, kannst du auch ohne Probleme kopfüber trinken. Dank der Peristaltik. So nennt man die Technik, mit der unsere Muskulatur in der Speiseröhre die Nahrung nach unten bringt. Langsam, Stück für Stück, werden die Bissen geschoben, weil sich die Speiseröhre stückweise zuzieht. Ob das Trinken von unten nach oben oder von oben nach unten muss, ist dabei völlig egal.

Starker Hintern

Dein größter Muskel ist nicht der Bizeps, sondern der "gluteus maximus" und zieht sich über dein Hinterteil bis zum Oberschenkel. Ein echter Muskel für Zweibeiner, denn sein Job ist: den Oberkörper aufrecht halten. Egal ob du dich aufrichtest, Treppen steigst, oder etwas Schweres trägst - der Muskel stabilisiert und streckt die Hüfte. Auch wenn du dich stark nach vorne neigst, ist er aktiv. Und er sorgt für einen schönen Po. Wer den nicht hat, lässt sich schon mal eine Atrappe aus Silikon einbauen.


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