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Kamera läuft, Ton ab! Wie entsteht ein Tatort?

Rund 9 Millionen Deutsche sitzen vor dem Fernseher, wenn der "Tatort" läuft. Noch immer gehört der Sonntagabend-Krimi zu den beliebtesten Serien dieses Genres im deutschsprachigen Raum.

Von: Ein Film von Friederike Kühn

Stand: 21.11.2018

Die "Münchner" Kommissare sind fast die dienstältesten unter ihren Kollegen. Seit 1991 ermitteln Franz Leitmayr und Ivo Batic. Diesmal sind sie auf der Wiesn unterwegs. Dort treibt sich jemand rum, der Wiesnbesuchern Liquid Ectasy ins Bier mischt. In Verbindung mit Alkohol kann das tödlich sein. Verhörszene auf der Polizeiwache: Franz Leitmayr befragt einen jungen Mann.

Die Szene wird im Studio in Unterföhring gedreht. Am Set herrscht konzentrierte Ruhe: Ton, Kamera, Regie, Licht, Kostüm, Schauspieler und Komparsen – die Crew besteht aus fast 40 Leuten. Jeder muss genau wissen, was er zu tun hat, denn beim Film gilt noch mehr als anderswo: Zeit ist Geld. Jede Szene wird mehrmals durchgespielt und mit unterschiedlichen Kameraeinstellungen aufgenommen, bis der Regisseur zufrieden ist. Ein Drehtag dauert beim Spielfilm in der Regel mehr als zehn Stunden. In wenig mehr als 20 Drehtagen muss der 90minütige Spielfilm im Kasten sein. Dann geht es gleich in den Schnitt. Die gesamte Produktion – von der Drehbuchentwicklung bis zur Vertonung des Films - dauert mindestens eineinhalb Jahre. Dann hoffen alle Beteiligten auf möglichst gut Kritiken und eine sensationelle Quote.


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