ARD-alpha - Kunstraum


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Kunstraum Wolfgang Diller: Lost Images

Wolfgang Diller ist ein Computerkünstler der ersten Stunde. Seine Motive entstammen teils der Pop-Art, teils dem kritischen Realismus. Er setzt sich mit der Technologisierung unseres Alltags auseinander und vermittelt das Dilemma, in dem der Künstler als Individuum der (technisierten) Gesellschaft gegenübersteht.

Stand: 02.11.2016

Besuch bei Maler und Videospiel-Künstler Wolfgang Diller, der sein Werk unter dem Begriff "Verlorene Bilder", "Lost Images" zusammenfasst. | Bild: Honorarfrei lediglich für Ankündigungen und Veröffentlichungen im Zusammenhang mit obiger BR-Sendung bei Nennung: "Bild: BR". Andere Verwendungen nur nach entsprechender vorheriger schriftlicher Vereinbarung mit dem BR-Bildarchiv, Tel. 089 / 5900 10580, Fax: 089 / 5900 10585, Mail: Pressestelle.Foto@br.de

Zur Computerkunst kam Diller durch einen Schicksalsschlag, den er aber produktiv nutzte.

"Ich habe eigentlich mit Malerei angefangen, Ende der 70er Jahre, in den 80ern schon mit Video gearbeitet und damit begonnen, populäre Medien für die Kunst zu nutzen. Zu den Videospielen bin ich gekommen, weil ich mein Atelier verloren habe, meine Bilder alle vernichten musste. Vorher aber habe ich sie eingescannt und verwende sie jetzt als Vorlage für meine Spiel-Kunst. Virtuelle 3D-Welten. Ich wollte eine eigene Galerie, neue Installationen schaffen. Das Bauen hat mich gereizt. Außerdem finde ich es eine sehr wichtige Aufgabe, Medien-Archälolgie zu betreiben. Der erste Fernsehsender wurde immerhin von den Nazis in Betrieb genommen. Die Wurzeln der Medienkunst liegen im Militärischen."

Wolfgang Diller

Lebenslauf des Künstlers

Wolfgang Diller, geboren 1954, studierte Kunstgeschichte und gründetete 1980 die Künstlergruppe "Frisch Gestrichen" und die Produzentengalerie "U5" in München. Seit 1984 beschäftigt er sich mit Video und Video-Installationen. Seine Arbeitsgebiete sind zudem die Malerei, die neuen Medien, die Bildhauerei und Kunst im öffentlichen Raum. Er nahm an zahlreichen Ausstellungen teil, unter anderem 1984 an "Kunst und Medien" in der Staatlichen Kunsthalle Berlin, 1985 an der Exhibition Space New York, 1990 an "Sklaven küsst man nicht" in der Galerie der Künstler München und 1992 an "Videokunst in München" in der Lothringerstraße. 


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