ARD-alpha - Kunstraum


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Kunstraum Michael Krause: Was bleibt

Die Installation "Was bleibt" entstand im Rahmen der Ausstellung HABSELIGKEITEN der Archäologischen Staatssammlung München, in der Kunstwerke zeitgenössischer Künstler den Objekten früherer Epochen gegenübergestellt wurden.

Stand: 08.02.2016

Michael Krause wagte in dieser Ausstellung etwas Außergewöhnliches: er besorgte sich Implantate, die bei der Verbrennung von Leichen in Krematorien "übrig" bleiben: künstliche Gelenke, Hüften, Schultern, aber auch Schrauben und Scharniere. Diese Objekte stellt er in Schaukästen aus, in denen üblicherweise antike Fundstücke zu sehen sind.

"Was bleibt" ist also hier keine Frage, sondern eine Feststellung. Obwohl die ausgestellten Objekte auf den ersten Blick nichts anderes sind als gebrauchte Werkzeuge in ganz wörtlichen Sinn, vermitteln sie bei näherer Betrachtung doch tiefe und direkte Einblicke auf Fragen unserer Existenz.

"Die Beschäftigung mit Tod und damit mit dem, was bleibt, ist schon seit langer Zeit wichtig für mich. Ich habe Steinmetz gelernt und viel auf den Friedhof gearbeitet, und durch die direkte Arbeit mit Leichen habe ich zum Tod ein ganz neues, mir bis dahin unbekanntes Verhältnis entwickelt - übrigens auch zu den Hinterbliebenen. Meine Installation vermittelt diese Bezüge: wie achtsam gehe ich mit mir und meinem Leben um, was bedeutet Ehrfurcht, was bedeuten Angst und Tod?"

Michael Krause

Lebenslauf des Künstlers

Michael Krause, geboren 1958, studierte nach seiner Lehre als Steinmetz an der Akademie der Bildenden Künste in München und am Goldsmith College in London. Teilnahme an  zahlreichen Ausstellungen. Michael Krause lebt und arbeitet in München und Altomünster.


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