ARD-alpha - Kunstraum


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Kunstraum Loomit: Graffiti-Galerie unter dem Friedensengel

Loomit zählt zu den prominentesten Sprayern Deutschlands. Seine Arbeiten sind in China, Südamerika, der Ukraine und in vielen Ländern Europas und den USA zu sehen. In München hat er es sich zur Aufgabe gemacht, die Fußgänger- und Fahrrad-Unterführung am Friedensengel zu gestalten.

Stand: 17.10.2016

Loomit (Mathias Köhler) | Bild: BR, B.O.A.

Dies macht er jedoch nicht alleine: er übernimmt die beiden Eingangsbereiche und wählt für die Gestaltung der anderen Flächen im Innern der Unterführung befreundete Künstler aus. Er ist nicht nur Künstler, sondern auch Kurator und Galerist. Die Graffiti-Künstler kommen aus Hiroshima, Santiago de Chile, Hamburg, München und vielen anderen Städten.

"Ein Kollege ist in diesem Jahr an einem Krebsleiden gestorben, das hat uns alle sehr stark mitgenommen, und hier am Friedensengel erstelle ich ihm ein Epitaph, ein kleines Denkmal. Der Friedensengel ist dafür ein besinnlicher Ort. ...Wir machen uns keine Illusionen darüber, dass unsere Malerei ewig hält. Es ist eine temporäre Kunst, die wir machen. Man kann die Bilder zwar mit einer Wachsschicht schützen, aber das war’s dann auch."

  Loomit

Lebenslauf des Künstlers

Loomit (Mathias Köhler) wurde 1968 in Celle geboren. Er ist ein deutscher Graffitikünstler. Seine Karriere begann 1983 in Buchloe, wo er den Wasserturm bemalte. Nach seinem ersten Gerichtsverfahren 1984 verwendete er das Pseudonym Loomit. 1993 bemalte er das private Badezimmer des Münchner Oberbürgermeisters Christian Ude. 1995 lernte er vom Graffitikünstler Seen das Tätowieren in der Bronx und arbeitete am höchsten Graffiti der Welt (Organisation: L. Knode, künstlerische Leitung: DAIM) in Bergedorf-Lohbrügge mit. Seine ersten Einzelausstellungen organisierte er 1996 in Darmstadt. 2002 bekam er den Schwabinger Kunstpreis aus der Hand von Christian Ude verliehen. 


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