ARD-alpha - Kunstraum


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Kunstraum Kunst mit Klos

Das Projekt „Kunst mit Klos“, ein Gemeinschaftsprojekt mehrerer Künstlerinnen und Künstler, fand in München  in der Zeit vom 12. bis 17. Mai 2014 statt. Die Idee bestand darin, mobile Toiletten als Kunstwerke auszustellen oder als Ausstellungsorte zu benutzen. An verschiedenen Standorten innerhalb der alten Stadtmauern Münchens arbeiteten die Künstler ganz verschiedene Ideen und Konzepte aus.

Stand: 21.03.2017

Funda Gül Özcan

geb. 1984 in Garmisch-Partenkirchen, seit 2006 Bildhauergeselle, 2010-2013 Meisterschülerin und Diplom an der AdBK München bei Prof. Stephan Huber

Funda Gül Özcan ließ sich von der hochpreisigen Shopping-Kultur der Einkaufspassage beeinflussen. Sie beschloss, die mobile Toilette „aufzupimpen“ durch Überzug mit Kunstleder bzw. edle Lackierung und verpasste ihrem Kunstwerk durch ein eigens entworfenes „KLO“-Logo den Eindruck einen „Edel-Toilette“. Die Passanten waren begeistert

Jeong-Lin Lim und Kati Liebert

geb. 1983 in Seoul (Süd-Korea), 2012 Abschluss bei Prof. Hendrik Dorgathen an der Kunsthochschule Kassel, Fach Visuelle Kommunikation, Schwerpunkt Comic/Illustration

geb. 1982 geb. in Nowokusnezk (Rußland), seit 2004 Studium an der Kunsthochschule Kassel mit dem Schwerpunkt Fotografie und Neue Medien, 2012 Meisterschülerin bei Prof. Johanna Schaffer

Jeong-Lin Lim und Kati Liebert versuchten vergeblich, die Toilette in ein Stadttor zu verwandeln und scheiterten unter anderem auch an behördlichen Auflagen. So entstand die Idee, eine Toilette als Baustelle zu „tarnen“, auf dass der Unterschied von Kunstwerk zu Bauwerk verschwinde.

Maximilian Schmölz

geb. 1986 in Trostberg, seit 2007 Studium an der AdBK München bei Matthias Wähner, seit 2009 Studium der Erziehungswissenschaften und Nordistik an der LMU München, 2009 „Walden 3“, Rathausgalerie, München

Maximilian Schmölz realisierte eine destruktive Variante: Er zerschnitt die Toilette in postkartengroße Teile und verschickte diese an Freunde und Bekannte.

Klaus von Gaffron

geb. 1946 in Straubing, 1973-78 AdbK München, Buchdruck, Siebdruck, Kunststoff und Fotografie, seit 1979 freischaffender Künstler, seit 1992 1. Vorsitzender d. Berufsverbands Bildender Künstler München und Obb.

Klaus von Gaffron schließlich wählte eine performative Ausdrucksform und ließ sich von Kurator Mehmet Dayi einen Leiterwagen bauen, auf dem das mobile Klo durch die Innenstadt gezogen wurde. „Pecunia non olet“ hieß die Performance, und Klaus von Gaffron, in der fahrenden Toilette sitzend, räsoniert auf seiner Fahrt durch die Münchner Innenstadt via Megafon über das Thema Stuhlgang und anderes.


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