ARD-alpha - Ich mach's!


51

Automobilkaufmann/-frau Pferdestärke und Bilanzen

Wie viel PS hat dieses Auto? Wie teuer kommt die Leasingrate? Für Automobilkaufleute sind die Antworten auf diese Fragen ein Kinderspiel. Sie sind Experten für Fahrzeuge und Buchhaltung.

Stand: 03.02.2021

Thomas ist 20 Jahre alt und steht am Ende der dreijährigen Ausbildung. "Ich habe als Kind schon immer gerne mit Autos gespielt, nun will ich welche verkaufen", erzählt der Azubi. Vom Trucker bis zur Cabriofahrerin - viele Menschen kommen in Autohäuser. Sie haben unterschiedliche Wünsche und erwarten, dass diese möglichst rasch erfüllt werden. Automobilkaufleute müssen einen klaren Kopf bewahren und sollten immer freundlich sein.

"Also ich kann definitiv die Ausbildung ans Herz legen, die sich wirklich für Autos interessieren. Man hat natürlich die Möglichkeit ein Auto mit mehr PS zu fahren, eines das ein bisschen mehr kostet. Und wer sich noch nicht sicher ist bei der Ausbildungswahl, der sollte es mit einem Praktikum probieren und sich dann überzeugen."

Thomas Stoll, 20, 3. Ausbildungsjahr

In der Buchhaltung laufen alle Fäden zusammen. Die Fachkräfte kümmern sich um Bestellungen und Zulassungen, sie prüfen zudem Zahlungseingänge. Dabei ist es wichtig mit Stress klar zu kommen. Ständig klingeln Telefone und die Anfragen sind sehr unterschiedlich.

Gute Chancen in der Automobilbranche

Thomas besucht regelmäßig die Berufsschule. Rechnungswesen, Statistik oder Wirtschaftslehre stehen auf dem Stundenplan. Nach drei Jahren und erfolgreicher Abschlussprüfung hat er gute Chancen in der Automobilbranche unterzukommen. Er will Verkäufer werden. Der Verdienst ist ein Anreiz für ihn. Verkäufer bekommen meist Provisionen, sprich je mehr Fahrzeuge sie verkaufen, desto besser verdienen sie. Die meisten Bewerber haben die Mittlere Reife, viele auch Abitur. Manche Autohäuser bevorzugen Bewerberinnen und Bewerber mit Führerschein

Die wichtigsten Fakten zur Ausbildung

  • Offizielle Berufsbezeichnung: Automobilkaufmann/-frau
  • Ausbildungsdauer: 3 Jahre
  • Ausbildungsform: Duale Ausbildung in Betrieb und Berufsschule
  • Prüfung: Industrie- und Handelskammer
  • Ausbildungsorte: Kfz-Betriebe, Automobilhersteller
  • Zugang: Nach dem Berufsbildungsgesetz ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben, viele Betriebe verlangen aber die Mittlere Reife.
  • Eignung: Sicheres und gepflegtes Auftreten, Kontaktfreude, gutes Gefühl für Zahlen, Belastbarkeit und Flexibilität
  • Berufsalltag: Automobilkaufleute übernehmen organisatorische und kaufmännische Aufgaben in Kfz-Betrieben und bei Autoherstellern. Sie bearbeiten Aufträge, erstellen Rechnungen. Zudem beraten sie Kunden und disponieren Werkstattleistungen.
  • Alternativen: Kaufmann im Groß- und Außenhandel | Kraftfahrzeugmechatroniker/-in

Die wichtigsten Infos zum Beruf

Bewerbung

Gute Chancen haben Realschüler und Abiturienten, insbesondere wenn sie gute Noten in den wirtschaftlichen Fächern, wie Rechnungswesen haben. Aber auch Hautschüler sind nicht chancenlos, jedoch sollte einem der Umgang mit Zahlen leichtfallen.

Kleidung

Überall dort, wo Automobilkaufleute mit Kunden zu tun haben, wird großer Wert auf ordentliche Kleidung gelegt, in manchen Autohäusern sind Anzug und Krawatte oder ein schickes Kostüm erwünscht. Während der Ausbildung erfolgt ein Einsatz in der Werkstatt, im Blaumann natürlich.

Verdienstmöglichkeiten

Die Ausbildungsvergütung variiert stark - je nach Bundesland. Auch die spätere Bezahlung der ausgebildeten Automobilkaufleute variiert ähnlich. Aktuelle Zahlen gibt es auf den Webseiten der Arbeitsagentur. [arbeitsagentur.de]


51