ARD-alpha - Ich mach weiter


1

Studium während oder nach einer Berufsausbildung Büffeln und schuften

Mittlerweile gibt es eine wachsende Zahl von Studierenden, die entweder schon im Berufsleben stehen oder parallel eine Berufsausbildung machen. Wer das angeht, braucht eine Menge Disziplin, Selbstorganisation und Durchhaltevermögen.

Stand: 21.01.2016

Über 2,7 Mio. Studierende zählen die Akademien, Hochschulen, Fachhochschulen und Universitäten in Deutschland. Die meisten studieren an Universitäten bis zu einem akademischen Grad - den Bachelor beispielsweise oder den Master. Mittlerweile gibt es allerdings eine wachsende Zahl von Studierenden, die entweder schon im Berufsleben stehen oder parallel eine Berufsausbildung machen. Wer das angeht, braucht eine Menge Disziplin, Selbstorganisation und Durchhaltevermögen. Die Freizeit geht in diesen Fällen gegen Null.

Neben der Möglichkeit eines Fernstudiums zum Beispiel an der Fernuniversität in Hagen, aber auch an einigen Hochschulen, gibt es im Wesentlichen folgende Möglichkeiten, während beruflicher Tätigkeiten zu studieren:

Vor allem Berufsakademien und Fachhochschulen - hier besonders private - bieten viel Flexibilität. Abendseminare oder Präsenzphasen von beispielsweise nur drei Wochen im Semester erleichtern den Studierenden, weiterhin ihrer beruflichen Tätigkeit nachzugehen. Bei den privaten fallen allerdings erhebliche Kosten an. Im Durchschnitt kostet jeder Monat an einer privaten Hochschule in Deutschland 520 Euro. Die Lebenshaltungskosten sind da nicht mitgerechnet. Ein solches Studium kann berufsbegleitend durchgeführt werden. Das heißt: Beruf und Studieninhalte müssen nicht zwangsläufig einen inhaltlichen Bezug zueinander haben. Es kann genauso gut beruflich ergänzend gemacht werden.

"Duales Studium"

Wer gleichzeitig zum Studium eine Berufsausbildung machen möchte, entscheidet sich für ein sogenanntes "Duales Studium". Es verbindet das Hochschulstudium mit einer Lehre oder mit Praxisphasen in einem Unternehmen. Dafür schließt man einen Vertrag mit einem Unternehmen ab. Dadurch hat man ein kleines Einkommen während der Studiendauer und am Ende in der Regel einen sicheren Arbeitsplatz. Der Nachteil ist, dass man sich in der Praxis nur auf ein Unternehmen konzentriert. Das duale Studium ist durch eine enge Verzahnung von Studium und Berufspraxis gekennzeichnet.

Im Fall eines nur praxisintegrierenden Studiums muss man in den Semesterferien beispielsweise ran, um im Unternehmen Erfahrungen zu sammeln. Dafür dauert das Studium nicht länger als bei den "normal" Studierenden. Im Fall des ausbildungsintegrierten Studiums verlängert sich die Zeit um die der Lehre - in der Regel zwei Jahre - so dass insgesamt gut fünf Jahre zusammenkommen können bis zum Bachelor. Studier- und Ausbildungsphasen wechseln sich ab. Zahlreiche andere Weiterbildungsmöglichkeiten nach einer abgeschlossenen Berufsausbildung verkürzen ein eventuell angestrebtes Studium.

Studium nach Ausbildung

Was man wissen sollte

  • Ein Studium erweitert die Karrierechancen
  • Duales Studium bringt Praxiserfahrung
  • Erwerb fächerübergreifender Kompetenzen
  • Bessere Verdienstmöglichkeiten

Was man bedenken sollte

  • Ein Studium verlangt Zeit und Kraft
  • Private Hochschulen sind teuer
  • Duales Studium ist auf ein Unternehmen ausgerichtet

Wo man Informationen bekommt

  • Bundesagentur für Arbeit
  • Internationale Berufsakademie München
  • Infoportal der Hochschulrektorenkonferenz

Weitere Infos


1