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Autoren-Porträt Monika Maron

Monika Maron startete 1981 ihre Karriere mit einem Skandalbuch: "Flugasche" sorgte für Aufruhr in der DDR. Es folgten bis heute weitere bedeutende Werke, die sie zu einer bekannten deutschen Schriftstellerin machten.

Von: Stefan Bagehorn

Stand: 29.03.2019 | Archiv

Monika Maron (2009) | Bild: picture-alliance/dpa

"Als ich ganz jung war, wollte ich sowieso unbedingt Schriftstellerin werden. Das hielt ich für die erstrebenswerteste Form der Existenz. ... Es gibt ja so verschiedene Phasen im Leben und ich habe nachträglich als die schwierigste, riskanteste und gefährdetste den Berufsanfang in Erinnerung."

Monika Maron

Diese Einschätzung ihres Berufsanfangs kommt nicht von ungefähr, denn Monika Maron startet mit einem Skandalbuch. Maron, 1941 in Ostberlin geboren, sorgt mit ihrem regimekritischen Roman "Flugasche" für Aufruhr in der DDR. Das Buch über eine oppositionelle Journalistin darf in der DDR nicht veröffentlicht werden. Der DDR-Totalitarismus ist ein Hauptthema bei Maron - wie zum Beispiel in ihrem Roman "Die Überläuferin". Hier beschreibt sie ein Verhör im Stasigefängnis.

Monika Maron (2009)

Kurzzeitig pflegt Maron Kontakte zur Stasi, trennt sich aber und wird selbst zur Bewachten. Das Schreiben ist für Maron ein Fluchtraum vor dem Kontrollstaat. In ihren Werken zeigt sie mit verschiedenen Perspektiven eine verfremdete Welt, wie in ihrem Roman "animal triste". Ein Dinosaurierskelett symbolisiert hier eine frühere Fantasiewelt.

"Ich denke auch, dass das irgendwie ein Abbild meines eigenen Lebens ist. Also da mischt sich das Schreiben einfach mit dem, was ich auch so tue. Also vielleicht ist das ja überhaupt der Ausgangspunkt des Schreibens gewesen, dass man das gelebt hat und dann das Bedürfnis hatte, es in eine eigene Form zu geben, nicht dem Chaos des Lebens an sich zu überlassen."

Monika Maron


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