ARD-alpha - Grundkurs Deutsch


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Autoren-Porträt Elke Schmitter

Im Beruf fährt sie ganz bewusst zweigleisig - als Journalistin und als Schriftstellerin: Elke Schmitter. Sie schreibt am liebsten an einem Klapptisch oder auf dem Sofa. Inspiration findet sie im urbanen Flair von Berlin-Wilmersdorf.

Von: Imogen Kraus

Stand: 02.04.2019 | Archiv

Elke Schmitter  | Bild: Elke Schmitter

Elke Schmitter genießt ihre berufliche Kombination als Journalistin beim Spiegel und als Schriftstellerin:

"Also ich empfinde die Tatsache, dass ich sozusagen einen ordentlichen Beruf habe, auch als innere Entlastung, weil ich nicht aufgefordert bin, alle zwei Jahre ein Buch zu publizieren, also weder aus ökonomischen Gründen noch um den Namen sozusagen im Gespräch zu halten. Und ich glaube, dass, wenn man sozusagen nur Schriftsteller ist, es möglicherweise auch nicht nur äußere Gründe gibt, sondern auch sozusagen ein Gewissensgebot. Also: Ist man eigentlich Schriftsteller, wenn man nicht schreibt? Das bedeutet aber, dass in dem Moment, wo der Roman fertig ist und sozusagen die ersten pragmatischen Anforderungen überstanden sind, mit Lesungen und so weiter ... Dann müsste man ja eigentlich mit dem nächsten anfangen. Und ich glaube, ich hätte die Souveränität nicht, dann zu sagen: 'Warum eigentlich? Es muss doch eine zwingende Idee sein.' Und insofern ist es für mich gut."

Elke Schmitter

Elke Schmitter

Am liebsten schreibt sie an einem Klapptisch oder auf dem Sofa - einen Schreibtisch hat sie nämlich nicht...

Die Autorin, 1961 in Krefeld geboren und in einer mittelständischen Familie aufgewachsen, hat es nach Berlin gezogen. Das urbane Flair von Berlin-Wilmersdorf inspiriert sie:

"Mein zweiter Roman spielt hier, der heißt 'Leichte Verfehlungen'; spielt in Westberlin nach der Wende, aber in einer Gesellschaft, wo sich sehr wenig verändert hat - wie man hier auch sieht: Es sieht so aus, wie es hier vor zwanzig Jahren vermutlich auch aussah, oder vor zehn Jahren sagen wir mal, und so was verbindet."

Elke Schmitter

In "Leichte Verfehlungen" - wie in ihrem gesamten Werk - stellt sie existenzielle Fragen: Wie lebt man richtig? Was will ich eigentlich und wie werde ich glücklich in dieser Gesellschaft? Ihr ganz persönliches Glück findet Schmitter in der Idylle am Berliner Schloss Charlottenburg.

"Hier darfst du Schwäne gucken, sinnieren und schlafen, hier hat aller Ehrgeiz ein Ende und das Schöne ist des Trödelns Anfang."

Elke Schmitter


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