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WG-Geschichten Die Erasmus-WG in Barcelona

Corvin aus Leipzig hat sein Erasmus Stipendium nochmal verlängert – aus ursprünglich einem Auslandssemester in der katalonischen Hauptstadt Barcelona ist inzwischen fast ein Jahr geworden. Er wohnt in einer internationalen WG, zusammen mit Gian-Franco aus Peru, Emanuel aus Argentinien, Juan aus Venezuela und Una aus Norwegen.

Von: Lukas Hellbrügge

Stand: 14.05.2019

Corvins Mini-WG-Zimmer

Die Wohnungssuche war anfangs gar nicht so einfach – aber dann bekam er den Tipp für eine in Spanien populäre Wohnungs-App. Dort hat es dann gleich geklappt – vielleicht auch, weil Corvin keine großen Ansprüche hat. Sein Zimmer ist nur fünf Quadratmeter groß und hat ein Fenster zum Innenhof, was gar nicht selbstverständlich ist in Barcelona.

Corvin kauft zusammen mit Emanuel ein

Schon nach den ersten vier Monaten wusste Corvin, dass er länger bleiben will und die Zeit in Barcelona vieles verändern wird. Das Leben in einer internationalen WG heißt sich anpassen und tolerant sein. Und so lernt Corvin nicht nur andere Kulturen und Mentalitäten besser kennen, sondern auch sich selbst.

Corvin freut sich in Barcelona so viel zu entdecken

"Man kommt viel mit Leuten aus der ganzen Welt in Kontakt und wird selber auch offener. Und wenn man in einer Stadt ist, in der man noch niemanden kennt, ist man gezwungen, neue Leute kennenzulernen. Man probiert sich aus und lernt sich dadurch auch selbst besser kennenzulernen."

Corvin aus Leipzig, Student für Wirtschaftswissenschaften

Gemütlicher Treff der WG im Wohnzimmer

In Deutschland studiert Corvin Wirtschaftswissenschaften an der Uni Leipzig. Jetzt gönnt er sich zwei Semester an einer privaten Wirtschaftsuni in Barcelona. Im Gegensatz zu seinen spanischen Kommilitonen muss er keine Studiengebühren bezahlen, bekommt sogar noch ein Taschengeld. Möglich ist das nur durch Erasmus, das Austauschprogramm der Europäischen Union. Es besteht bereits seit über 30 Jahren und ermöglicht einen drei bis zwölfmonatigen Auslandsaufenthalt an einer Universität innerhalb der EU, ein Praktikum ist auch möglich.

Stadtstrand von Barcelona

Barcelona ist eines der beliebtesten Ziele für Erasmus-Studierenden – es locken Strand, gutes Wetter und irgendwo gibt es immer eine Party in der pulsierenden Stadt. Für Corvin ist Erasmus allerdings kein Freifahrtschein für Party nonstop: Seine Uni legt Wert auf Leistung. Er hat auch während des Semesters Klausuren und die ersten Abschlusspräsentationen bisher alle gut bestanden. Und er kann sich alles – bis auf einen Kurs – zuhause in Leipzig anrechnen lassen.

Party machen trotz Lernstress

"Das ist manchmal bisschen stressig, deshalb kann man nicht so viel Party machen, wie man vielleicht möchte. Und man wird als Erasmus-Student auch nicht bevorzugt behandelt."

Corvin aus Leipzig, Student für Wirtschaftswissenschaften


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