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Glaubst Du an Deine Zukunft? Was Dir gegen Zukunftsangst hilft

Im Studium plagen Studenten immer wieder Zweifel: Ist das Studium das richtige für mich? Bestehe ich die Klausur? Die Zukunft - sie ist für viele das große Ungewisse, das auch Angst machen kann. Campus Magazin hat mit Studierenden über ihre Zweifel gesprochen und mit einem Persönlichkeitstrainer darüber, wie man Zukunftsangst überwinden kann.

Von: Lavina Stauber

Stand: 30.05.2017

Steven (23), Selina (23) und Peter (23) studieren gemeinsam im sechsten Semester Amerikanistik an der LMU in München. | Bild: Stauber/BR

„Nichts Handfestes“

Steven (23), Selina (23) und Peter (23) studieren gemeinsam im sechsten Semester Amerikanistik. Das Studium macht ihnen Spaß, auch Klausuren bereiten ihnen keine Probleme. Doch was ihre Zukunft nach dem Studium betrifft, da machen sich die drei Sorgen. „Man hat einfach nichts handfest“, sagt Selina, die ihr Studium gerne mit Politikwissenschaften kombiniert hätte. Das aber habe ihre Uni nicht angeboten. „Der Praxisbezug ist im Studium einfach nicht gegeben“, sagt Steven. Auch wenn das Studium zwar das richtige für die Drei zu sein scheint, nach ihrem Abschluss haben sie aber „nichts Konkretes“ in Aussicht und müssen erst einmal in alle möglichen Arbeitswelten „hineinschnuppern“. So ein richtiges Ziel haben die Drei daher nicht vor Augen. Sie wissen nicht, was die Zukunft bringen könnte. Auch das Stichwort „irgendwas mit Medien“ fällt. Dabei lässt sich die Furcht vor dem Unbekannten, nach der Zeit in der Uni, zwar nicht einfach, aber systematisch bekämpfen.

Ein klares Ziel vor Augen haben

Volkram Zschiesche unterstützt junge Menschen bei der Persönlichkeitsbildung.

Volkram Zschiesche ist Persönlichkeit-Coach. Der studierte Schauspieler bietet Workshops und Kurse an, die junge Menschen bei der Persönlichkeitsbildung unterstützen. „Es ist super, wenn man das studieren kann, was man liebt“, sagt er, aber ein tolles Studium solle am besten mit einer Lebensvision kombiniert werden. Wer studiert, nur damit er studiert, weiß nach dem Abschluss oftmals nicht wohin. Viel eher sollte man sich vor dem Studium genügend Zeit nehmen und darüber nachdenken, welche Werte einem im Leben wichtig sind und welche Ziele man erreichen möchte. Wenn man mit einer klaren Lebensrichtung studiert, so der Coach, finde man immer Wege und Möglichkeiten. Auch mit einem Abschluss in Amerikanistik.

Wie findet man ein Zukunftsziel?

Wer aber nicht weiß, wo er sich im Leben sieht, aber bereits mitten im Studium steckt, der sollte sich trauen, diese Ungewissheit offen anzugehen - und sich um orientieren, vielleicht sogar das Studienfach wechseln. Viele Hochschulen bieten ihren Studenten im Studium Generale/Integrale die Möglichkeit, andere Fachbereiche und so auch neue Zukunftsmöglichkeiten kennenzulernen. Auch ein Praktikum kann einen neuen Blickwinkel auf die eigene Zukunft ermöglichen. Manche Unis haben sogar ein eigenes Portal, auf dem sie interessante Praktikumsplätze vermitteln. Ein Auslandsaufenthalt oder ein Freiwilliges Soziales Jahr nach dem Studium sind - wie vor dem Studium auch - eine gute Horizonterweiterung, um herauszufinden, was man im Leben erreichen möchte.


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