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Glaube an Deine Fähigkeiten Was Dir gegen Prüfungsangst hilft

Nicht selten hängt viel im Studium von der einen Note, der einen Klausur ab. Schnell ist sie dann da, die Prüfungsangst, und blockiert dich. Wir haben mit einem Persönlichkeitstrainer darüber gesprochen, wie man gegen Prüfungsangst ankommt.

Von: Lavina Stauber

Stand: 30.05.2017

Sarah (20), Lea (19), Miri (21) und Rebecca (21) sind Jura-Studentinnen im vierten Semester.  | Bild: Stauber/BR

„Ich gehe nie in eine Klausur und habe dabei ein gutes Gefühl“

Sarah (20), Lea (19), Miri (21) und Rebecca (21) sind Jura-Studentinnen im vierten Semester. Die Entscheidung, in München zu studieren, fiel aufgrund des guten Rankings der Uni. „Die LMU ist einfach die beste Uni für Jura“, sagt Sarah. Und deswegen wissen die Vier auch, dass das Studium sehr schwer wird. „Ich gehe nie in eine Klausur und habe dabei ein gutes Gefühl“, sagt Miri. Wenn Klausuren anstehen, rechnen auch die anderen damit, beim Nachschreibetermin wieder mit dabei zu sein. So sei das eben in Jura, sagen sie.

Die Gedanken steuern

Volkram Zschiesche unterstützt junge Menschen bei der Persönlichkeitsbildung.

Doch mit Prüfungsstress kann nicht jeder so gelassen umgehen. Wer sich von dem Gedanken leiten lässt, dass die Klausur nicht zu bestehen sei, der schüttet nicht nur Stress-Hormone aus. Prüfungsangst kann sogar zu Essstörungen und Schlafproblemen führen. Volkram Zschiesche ist, wie er sich selbst beschreibt, ein Persönlichkeit-Coach. Er rät bei Prüfungsangst, den negativen und stressigen Gedanken ans Versagen zu beobachten und in Frage zu stellen. Denn nur weil ältere Semester von der schwersten Klausur erzählen, heißt das nicht automatisch, dass das auch ein Fakt ist. Deswegen solle man sich selbst vor einer Prüfung folgende drei Fragen stellen und ehrlich beantworten.

Drei Fragen gegen Prüfungsangst:

1. Frage: Kann ich mir 100-prozentig sicher sein, dass der Gedanke durchzufallen wahr ist?

Natürlich kann diese Frage niemand mit „ja“ beantworten. Sie dient dazu wahrzunehmen, dass Gedanken, die von außen kommen, generell zu hinterfragen sind.

2. Frage: Wie fühle ich mich, wenn der Gedanke, dass ich durchfalle, wahr wäre?

Wichtig ist, ehrlich zu sich selbst zu sein und darüber nachzudenken, welche Auswirkung es auf dich hätte, wenn du durch die Prüfung fallen würdest oder dir während der Klausur plötzlich alles entfällt.

3. Frage: Was würde ich tun, wenn ich diesen „Angst-Gedanken“ durchzufallen gar nicht hätte?

Wenn Du Dich anders verhalten würdest, als mit dem Gedanken zu scheitern, hast Du den Punkt erreicht, an dem du selbst erkennst, wie intensiv dich dieser Gedanke beeinflusst. Und bei Prüfungsangst ist das ein negativer Einfluss, den du aber nun enttarnt hast: Als einen Gedanken von außen, der nicht wahr ist.

So solltest du mental stark und relativ entspannt in eine Prüfung gehen können, frei von Angst und ohne darauf fixiert zu sein, die Prüfung nicht zu bestehen und getragen vom Glauben an Deine Fähigkeiten.


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