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Online-Lehre Tools für eine erfolgreiche Videokonferenz

Statt im Seminarraum oder im Audimax trifft man sich im Sommersemester 2020 nur noch in virtuellen Konferenzräumen. Bei Vorlesungen und Seminaren haben Studierende dabei keine Wahl – sie müssen das Videokonferenz-Tool nutzen, dass die Dozierenden für die ganze Gruppe ausgewählt haben. Bei Lern- und Arbeitsgruppen ist das anders: Hier haben Studierende freie Wahl und es muss erstmal das für den jeweiligen Zweck passende Tool gefunden werden. Studentin Rebekka hat drei Tools fürs Campus Magazin getestet.

Von: Lukas Hellbrügge

Stand: 14.05.2020

1. Zoom - Das Tool der Zeit?

Rebekka testet die Zoom-App

Das Programm liefert das Rundum-Sorglos-Paket mit Screensharing, eigenen Hintersetzern und umfangreichen Moderationstools: Die Leitung der Konferenz kann Leuten das Wort erteilen, sie wieder stumm schalten und sogar in Kleingruppen einteilen. Im Test überzeugte das Tool, auch wenn es einen Verbindungsabbruch gab.

Zoom ist für 40 Minuten kostenlos

Manko: In der kostenlosen Version erfolgt nach 40 Minuten eine Zwangstrennung, ein sofortiger Wiederaufbau ist aber möglich. Für Arbeitsgruppen mag das eine Option sein, Institutionen brauchen für Vorlesungen und offizielle Veranstaltungen aber auf jeden Fall eines der kostenpflichtigen Pakete, hier entfällt dann die Zeitbeschränkung. Wichtig zu wissen: Der Anbieter aus den USA erfreut sich großer Beliebtheit, stand aber zuletzt auch im Zentrum der Kritik von Datenschützern. Inzwischen wurde aber nachgebessert und Sicherheitslücken geschlossen.

Zoom

2. Jitsi - Einfach und sicher dank Open-Source?

Jitsi ist besonders einfach

Jitsi ist einfach gehalten und setzt auf Open-Source. IT-Experten können deshalb den Quellcode des Programms einsehen und überprüfen. Außerdem kann theoretisch jeder selbst einen eigenen Jitsi-Server aufsetzen. Die Einrichtung einer Konferenz klappt hier ohne Anmeldung innerhalb von wenigen Sekunden direkt im Browser.

Hintergrundfunktion bei Jitsi

Dafür müssen Abstriche gemacht werden: Die Funktion, mit der der eigenen Videohintergrund unscharf gemacht wird, hakte im Test. Außerdem hat das Programm nicht so ausgeklügelte Moderationstools wie beispielsweise Zoom. Das Teilen des eigenen Bildschirms klappte aber gut und die Verbindung blieb stabil - die wichtigsten Funktionen liefert Jitsi also zuverlässig und ohne Zeitbeschränkung.

3. Skype - Der Klassiker unter den Videotools?

Bei Skype gab es Verbindungsabbrüche

Skype hat vermutlich jeder schon mal für einen Videoanruf genutzt. Dass hier auch Konferenzen mit mehreren Teilnehmern sogar ohne Anmeldung und Screensharing möglich sind, werden nicht alle wissen. Im Test funktionierte der Verbindungsaufbau aber nicht auf Anhieb und es kam zu mehreren Abbrüchen. Das ist nervig, besonders wenn mehrere Teilnehmer währenddessen auf den Beginn der Konferenz warten müssen.

Skype ist besonders einfach

Ansonsten punktet das Programm beim Funktionsumfang: Bildschirm freigeben, ein Umfrage-und Hintergrund-Tool sowie Emoji-Reaktionen - all das klappte im Test auch gut. Manko: Dem Organisator der Konferenz bleiben nicht so viele Möglichkeiten, in den Verlauf aktiv durch Wort-Erteilen oder Stummschalten einzugreifen. Letzteres klappt zwar, aber jeder im Chat kann jeden stummschalten.


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