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apl. Prof. Dr. habil. Mario Trapp Künstliche Intelligenz: Wie Roboterautos unfallfrei fahren

In seinem Vortrag führt Mario Trapp die Zuhörer allgemeinverständlich durch die Welt künstlicher Intelligenz und autonomer Systeme. Er beschreibt, wie sich das große Potenzial der KI zum Nutzen der Menschen trotz der Risiken nutzen lässt – ohne Menschen zu gefährden.

Stand: 16.03.2020

Selbstfahrende Autos, intelligente Roboter oder Medizingeräte mit nie gekannten Fähigkeiten: Durch den Einsatz künstlicher Intelligenz (KI) in technischen Systemen bieten sich Chancen, die heute kaum vorstellbar sind. Und das nicht nur im Hinblick auf wirtschaftlichen Erfolg. Auch Menschen in einer digitalen Welt ziehen daraus großen Nutzen. Dieser Euphorie stehen allerdings erhebliche Risiken gegenüber: Was, wenn autonome Autos Menschen überfahren oder Medizingeräte Menschen schaden statt ihnen zu helfen?

Künstliche Intelligenz funktioniert meistens gut. Sie funktioniert meistens besser als klassische Software und sogar besser als Menschen. Aber spätestens, wenn es um Menschenleben geht, ist „meistens“ eben nicht gut genug. Künstliche Intelligenz muss sich mindestens an denselben Sicherheitsmaßstäben messen lassen wie heutige Systeme auch. Das stellt Forschung wie Industrie vor große Herausforderungen, denn einige Risiken sind real und die damit verbundenen Ängste berechtigt. Andere Ängste wiederum resultieren aus einem fehlenden Verständnis der Technologie und sind daher unberechtigt.

Vita apl. Prof. Dr. habil. Mario Trapp

apl. Prof. Dr. habil. Mario Trapp ist geschäftsführender Leiter des Fraunhofer-Institut für Kognitive Systeme IKS.

Er promovierte im Jahr 2005 mit Auszeichnung an der TU Kaiserslautern, an der er 2016 auch habilitierte. 2005 wechselte er an das Fraunhofer IESE und war dort zunächst als Abteilungsleiter für das Themengebiet sicherheitskritische Software verantwortlich, bevor er von 2009 bis 2017 die Hauptabteilung »Embedded Systems« leitete. Zum 01.01.2018 wurde er kommissarisch als geschäftsführender Institutsleiter des Fraunhofer-Institut für Kognitive Systeme IKS in München berufen, seit 01.05.2019 nimmt er diese Funktion regulär wahr. 

Seit vielen Jahren bringt Mario Trapp seine Expertise in der Entwicklung innovativer eingebetteter Systeme im Rahmen von erfolgreichen Partnerprojekten ein, sowohl mit international führenden Großunternehmen als auch mit kleinen und mittelständischen Firmen. Sein aktueller, persönlicher Forschungsschwerpunkt liegt in der Safety-Assurance autonomer und verteilter Systeme, welche die technologische Grundlage vieler Zukunftsszenarien wie Industrie 4.0 oder das automatisierte Fahren bilden. 

Mario Trapp ist Autor von zahlreichen internationalen wissenschaftlichen Publikationen und lehrt als apl. Professor am Fachbereich Informatik der TU Kaiserslautern.


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