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Dr. med. Leonhard Schilbach Auf der Suche nach Verbindung: Das Gehirn als Beziehungsorgan

Welche Rolle spielt unser Gehirn bei der Fähigkeit, andere wahrzunehmen und ihr Verhalten zu verstehen?

Stand: 25.05.2016

Von Geburt sind wir auf andere angewiesen, und soziale Kontakte, Freund- und Partnerschaften sind von größter Bedeutung für unsere Entwicklung, unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit. Deshalb verfügen Menschen wohl evolutionsbedingt über eine besonders ausgeprägte Fähigkeit zur sozialen Wahrnehmung. Wir scheinen darüber hinaus sogar in der Lage zu sein, die mentalen Zustände anderer Personen, die ihrem Verhalten ursächlich zugrunde liegen, zu lesen wie ein offenes Buch. Aber führt diese umwerfende Fähigkeit zur sozialen Wahrnehmung immer dazu, dass Menschen sich gut miteinander verstehen? Und: Was hat das alles mit dem Gehirn zu tun? Was können wir von den so genannten „sozialen“ Neurowissenschaften lernen, die sich mit der Frage beschäftigen, wie das Gehirn uns in die Lage versetzt andere wahrzunehmen und mit ihnen in Kontakt zu treten?

Leonhard Schilbach ist Leiter der Forschungsgruppe „soziale Neurowissenschaft“ und Leiter der „Ambulanz für Störungen der sozialen Interaktion“ am Max-Planck-Institut für Psychiatrie in München.


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