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Prof. Dr. Christoph Lütge Warum nützt Wettbewerb der Ethik?

Wirtschaftliche Konkurrenz und Moral müssen sich nicht ausschließen. Sie können sogar Hand in Hand gehen.

Stand: 26.07.2016

Viele Menschen lehnen das Wettbewerbsprinzip aus ethischen Gründen ab. Sie prangern das Konkurrenzdenken an, rufen nach Mäßigung und wenden sich gegen zu viel Ökonomisierung. Wettbewerb verderbe die Moral, so die Behauptung. Diese Antipathien beruhen aber auf falschen Vorstellungen von wirtschaftlicher Konkurrenz als einem Nullsummenspiel, bei dem der eine verliert, was der andere gewinnt, so Christoph Lütge, Professor für Wirtschaftsethik an der TU München. Dieses Denken sei historisch gesehen verständlich, aber längst überholt. Er vertritt die These, dass verstärkter Wettbewerb ethischen Zwecken in vieler Hinsicht dienen kann und plädiert für mehr Unternehmertum in allen Bereichen der Gesellschaft.

Christoph Lütge hat Philosophie und Wirtschaftsinformatik studiert und sich in Philosophie habilitiert. Er ist Inhaber des Peter Löscher-Stiftungslehrstuhls für Wirtschaftsethik an der Technischen Universität München.


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