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Dr. Elisabeth S. Blanke Je älter, desto weniger Empathie?

Wie erkennen wir, wie es anderen Menschen geht, was sie denken und fühlen? Wie wirkt sich ein akkurates Erkennen auf das eigene Wohlbefinden und das soziale Miteinander aus? Verändert sich diese Fähigkeit im Laufe des Lebens?

Stand: 18.03.2020

Mit kognitiver Empathie ist das Erkennen der Gedanken und Gefühle des Gegenübers gemeint, ein sogenanntes akkurates Erkennen. Eine aktuelle Studie hat gezeigt, dass ältere Menschen die positiven Gefühle ihres Gesprächspartners deutlicher wahrnehmen, als die negativen Gefühle. Verändert sich Empathie im Laufe des Lebens – wird sie mit zunehmender Lebenserfahrung besser oder „altert“ auch unsere Fähigkeit, andere Menschen zu verstehen?

Psychologin Elisabeth S. Blanke

Elisabeth S. Blanke studierte Psychologie an der Freien Universität Berlin und promovierte als Stipendiatin des Max Plack International Research Network on Aging  in der Forschungsgruppe „Affekt im Lebensverlauf“ am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung. Aktuell forscht sie in der Emmy Noether-Nachwuchsgruppe „Anpassung an kritische Lebensereignisse“ an der Humboldt-Universität zu Berlin sowie am Center for Lifespan Developmental Science (CELISE) in Jena. Neben der Untersuchung empathischer Fähigkeiten gehören unter anderem auch die Themen Emotionsregulation und Achtsamkeit zu ihren Forschungsinteressen.


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