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Innovativer Medien-Studiengang Journalistik und Strategische Kommunikation an der Uni Passau

In diesem Bachelorstudium erlernen Studierende das journalistische Handwerk, das sie auf die Arbeit in allen Medien vorbereitet: bei Zeitungen, Zeitschriften, im Fernsehen, Radio, Online und im Social Media Bereich. Das Besondere an der Ausbildung: Journalistik wird hier in Kombination mit Public Relations gelehrt.

Von: Anette Orth

Stand: 11.07.2020

Mehr als die Hälfte der Absolvent*innen von Journalistik-Studiengängen arbeiten nach ihrem Studium in der Öffentlichkeitsarbeit – auch Public Relations genannt. Dazu gehört unter anderem die Presse- und Medienarbeit eines Unternehmens oder einer Organisation während einer Krise. Auch die interne Kommunikation zwischen den unterschiedlichen Abteilungen einer Firma gehört zum Aufgabengebiet. An der Uni Passau wird dieser Studienschwerpunkt als „Strategische Kommunikation“ bezeichnet.

"Da wir wissen, dass viele Studierende später in der PR arbeiten, haben wir die Studieninhalte gleichwertig auf beide Bereiche ausgelegt."

(Prof. Dr. Ralf Hohlfeld)

Die journalistischen Grundlagen für die beiden Studienschwerpunkte Journalistik und Strategische Kommunikation sind die gleichen, denn wie ein Job in den Medien funktioniert, muss man in beiden Berufen erlernt haben. Texte analysieren und selbst verfassen, Hörfunk- und Radiobeiträge erarbeiten, selbst aufnehmen und schneiden. Oder verstehen, wie Online-Artikel geschrieben werden, Social Media Kanäle funktionieren und dazu auch Inhalte liefern: all das wird in den ersten fünf Semestern des Studiums an der Uni Passau gelehrt. Das 4. Semester ist besonders auf Praxisübungen ausgelegt. Hier erarbeiten die Studierenden verschiedene Fernsehbeiträge, die Online im „Da Hog'n“ zu sehen sind – ein Magazin zur Berichterstattung aus den Landkreisen Regensburg und Freyung-Grafenau.

Julia, Lena und Nina haben dazu einen Tag lang im „Bayern Park“ in Reisbach gedreht. Ihr Thema: Was hat sich im Freizeitpark und für die Besucher durch die Corona-Krise verändert? Für alle drei war es die erste Dreherfahrung und die fand auch noch unter erschwerten Bedingungen statt. Denn aufgrund der Pandemie durften sie sich nicht, wie sonst üblich, ein professionelles Kamera- und Tonequipment vom Uni-Pool ausleihen, sondern machten die Aufnahmen mit einem Handy und kleinen Mikro.

"Wir haben heute ein bisschen improvisiert, aber ich glaube es hat ganz gut funktioniert. Gute Tonaufnahmen zu bekommen, war allerdings nicht ganz einfach."

(Julia, 4. Semester)

Julia möchte nach ihrem Studium definitiv im Journalismus arbeiten, am liebsten als Reisejournalistin. Deshalb belegt sie im Nebenfach Geografie an der Uni Passau.

Emily sieht ihre berufliche Zukunft in der Öffentlichkeitsarbeit. Sie hat sich jetzt im 6. Semester - dem Praxissemester der Uni Passau - für ein Praktikum in einer ortansässigen PR Agentur entschieden. Diese hat unterschiedliche Unternehmen als Kunden. Emily verspricht sich davon einen guten Überblick über die verschiedenen Aufgaben in der Öffentlichkeitsarbeit.

"Faszinierend an der PR Arbeit finde ich, wie man mit Sprache spielen kann, wie man sie benutzen kann, um Leute zu begeistern."

(Emily, 6. Semester)

Schnitt des Films an der Uni mit Unterstützung von Prof. Dr. Ralf Hohlfeld

Studieninhalte der Strategischen Kommunikation sind unter anderem: Die unterschiedlichen Anwendungsfelder der PR, wie man PR Kampagnen organisiert und durchführt oder wie Marketing und Werbung für ein Unternehmen funktionieren. Eine große Rolle spielt auch die Auseinandersetzung mit der Ethik in der Öffentlichkeitsarbeit. Denn auch wer die Interessen einer Firma oder Organisation vertritt, sollte transparent und wahrheitsgetreu arbeiten.

Ob Journalismus oder PR – die Uni Passau bereitet die Studierenden auf beide Berufszweige praxisnah vor.

"Am Ende des Studiums müssen die Studierenden in sich hineinhören: Möchte ich die Öffentlichkeit informieren oder möchte ich die Interessen eines Unternehmens, einer Organisation, vertreten? Das ist eine Gewissensentscheidung und die muss jeder für sich selbst treffen."

(Prof. Dr. Thomas Knieper)


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