ARD-alpha - Campus


4

Masterloch? Jobsuche nach dem Abschluss

Zwischen Uni-Abschluss und dem ersten Job: eine der härtesten Phasen, die jeder Akademiker mal durchmachen muss. Wie geht man damit um? Vor allem wenn man noch keinen genauen Plan hat, was man machen beruflich machen möchte ...

Von: Christoph Wittmann

Stand: 07.02.2018

Lisa ist 28 Jahre alt und hat in Regensburg vergleichende Kulturwissenschaft studiert, beziehungsweise studiert auf dem Papier noch. Ihre Masterarbeit ist abgegeben, ihre Note hat sie auch schon, eine Eins steht vor dem Komma, alles ganz gut. Nur ihr Zeugnis hält sie noch nicht in Händen. Während sie wartet und noch eingeschrieben ist, macht sie einen Zusatzkurs in Deutsch als Fremdsprache. Eine gute Qualifikation, um ins Ausland zu gehen - einer der Pläne, die Lisa gerade verfolgt.

Ein anderer: Sie fotografiert gerne und gut. Eine Bewerbung in die Richtung hat sie schon abgeschickt, ist eine Runde weiter gekommen und wartet jetzt auf die nächste Runde. Als Freiberuflerin kann sie aber auch jetzt schon den ein oder anderen Auftrag bekommen. Dafür hat sie sich Visitenkarten bestellt, ihre allerersten.

Beratungsgespräch mit einem Jobberater.

Mit den Visitenkarten sind wir beim Stichwort Netzwerken, was bei der Jobsuche enorm wichtig ist: Kontakte knüpfen, interessante Arbeitgeber ansprechen, Hände schütteln, sich von seiner besten Seite zeigen. So läuft das im Bewerbungsprozess.

Besonders wichtig ist der Erstkontakt. Dafür gibt es verschiedenen Möglichkeiten. Bewerbungen, Stellenausschreibungen oder aus Eigeninitiative. Besonders interessant können dabei auch Jobmessen sein. Der Vorteil: Erstens haben die Standinhaber tatsächlich Jobs anzubieten, sonst wären sie nicht auf einer Jobmesse. Zweitens kann man direkt mit Leuten, die dort arbeiten, den Chefs oder Personalern des Unternehmens in Kontakt treten, Hände schütteln, Visitenkarten austauschen oder sogar schon einen Termin für ein Vorstellungsgespräch ausmachen. Und drittens gibt es dort auch die ein oder andere Hilfestellung.

Xing- oder LinkedIn-Profile sollte man heutzutage auf jeden Fall haben. Passen die Stichworte und sind sie aussagekräftig? Hier können Profis wie Walter Feichtner, Karrierecoach in München, genauso helfen wie beim Lebenslauf, beim Anschreiben, oder auch schon davor in der Orientierungsphase.

Der Karriereberater vor allem zwei Tipps.

  1. Erkenne dich selbst. Immer und immer wieder sollte man sich fragen, was man will, was man kann, und was man dafür tut. Dabei helfen Listen mit den eigenen Interessen genauso wie solche mit interessanten Jobs und Branchen.
  2. Jetzt geht es in die konkrete Bewerbungsphase und darum, sich gut verkaufen zu können. Anders gesagt: Wer nicht von sich selbst überzeugt ist, überzeugt auch andere nicht, die einem eine Chance bzw. einen Job geben können.

4