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EU-Stipendiatin protestiert "Rescue Horizon Europe" - europaweite Aktion

Aus einem Brandbrief an EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen enstand die europaweite Protestinitative "Rescue Horizon Europe" mit weit über 2000 Unterschriften. Wie läuft sie genau ab und was hat sie schon bewirkt? EU-Stipendiatin Antonia Weberling im Interview mit Jan-Martin Wiarda

Stand: 11.12.2020

Antonia Weberling, 27, Biochemikerin und promoviert mit einem EU-Stipendium an der Universität Cambridge | Bild: Antonia Weberling

Rückblick

Antonia Weberling, 27, Biochemikerin und promoviert mit einem EU-Stipendium an der Universität Cambridge | Bild: Antonia Weberling zum Artikel EU-Stipendiaten in der Krise "Die Krise hat mich um Monate zurückgeworfen"

Die Doktorandin Antonia Weberling forscht in Cambridge im Rahmen eines Marie Skłodowska-Curie-Actions-Stipendiums für ihre Doktorarbeit – verlängert wird das Stipendium trotz geschlossener Labore nicht. Doch Antonia Weberling kämpft. Ein Interview mit Jan-Martin Wiarda. [mehr]

Im Sommer wollte die Biochemikerin Antonia Weberling, die zurzeit in Cambridge promoviert, auf die Situation europäischer Stipendiatinnen und Stipendiaten in der Pandemie aufmerksam machen. Antonia Weberling hatte einen Brandbrief an EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen geschrieben, indem sie auf die Gefahr hinwies, dass massenhaft Studierende ihre Promotionen aufgrund der Pandemie nicht werden abschließen können, wenn die EU die Stipendien nicht verlängert. Die Reaktion fiel allerdings enttäuschend aus: Die Kommission antwortete mit einem Formbrief, der wortgleich an viele andere Stipendiat*innen ging – „mit dem Tenor, dass es keine Verlängerung unserer Stipendien geben werde, dass man sich aber um individuelle Lösungen bemühe“, so Antonia Weberling.

"Als der Brief an von der Leyen raus war, meldete sich plötzlich die erste Wissenschaftsorganisation und wollte wissen, ob sie uns nicht unterstützen könne. Stand heute haben wir eine Liste von Unterstützern, die immer länger wird und die Sie ebenfalls auf der "Rescue Horizon Europe"-Website finden: fast 2000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus ganz Europa, inlusive neun Nobelpreisträgern, außerdem bekannte Universitäten wie die ETH Zürich, die Sorbonne, die Universitäten Leiden, Wien und Leuven, die TU München, das Karolinska Institut – sowie wissenschaftlichen Dachverbände, die für insgesamt über 800 Universitäten in Europa sprechen. Darunter die European University Association und in Deutschland die TU 9 und die German U15. Und 100 EU-Parlamentarier", erzählt Antonia Weberling weiter.

Das komplette Interview, was genau hinter der europweiten Aktion "Rescue Horizon Europe" auf sich hat und was sich die EU-Stipendiatin Antonia Weberling weiter davon erhofft, erfahrt ihr im Blog von Jan-Martin Wiarda.

Um mitzumachen bei der Unterschriftenliste der europaweiten Aktion "Rescue Horizon Europa" könnt ihr euch hier eintragen:


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