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Campus Doku Teamplayer 4.0 - KI, Roboter, Big Data und die Arbeitswelt von morgen

Jeder 5. Job in Deutschland könnte in den nächsten 20 Jahren automatisiert werden. Wie nutzen Unternehmer die Entwicklung und wie kann die Forschung diesen Wandel gestalten?

Stand: 22.07.2019

Industrieroboter und intelligente Maschinen können immer komplexere Aufgaben übernehmen. Forscher verfolgen unterschiedliche Konzepte, wie Menschen das für sich nutzen können: Sie fördern Tablet-Klassen, entwickeln intelligente Arbeitsumgebungen und erforschen Möglichkeiten einer ethisch orientierten Arbeitswelt 4.0

Digitale Aufholjagd

Bislang hinkt Deutschland beim digitalen Fortschritt im internationalen Vergleich hinterher, so das Ergebnis des Deutschen Digitalrats. Neue Zentren für maschinelles Lernen und Künstliche Intelligenz sollen Arbeitsplätze auch in Zukunft sichern.

"Sind deutsche Unternehmen, schneller als die Konkurrenz auf dem Weg in Richtung künstliche Intelligenz?  Das ist der Wettbewerb, dem wir uns in Deutschland und Europa aktuell stellen müssen."

Prof. Dr. Mario Trapp, Fraunhofer Institut ESK München

Damit die neuen Technologien die Menschen unterstützt und nicht ersetzt, muss beim maschinellen Lernen aber künftig mehr auf Werte, wie Teilhabe, Datenschutz und Chancengleichheit gesetzt werden.

"Wie kann ich diese neue Technologie kreativ einsetzen, dass sie den Menschen dient?"

Prof.Dr. Christoph Lütge, Stiftungslehrstuhl Wirtschaftsethik TUM, München

Arbeitswelt 4.0

Das Institut für Arbeit und Berufsforschung hat den Automatisierungs-Grad einzelner Berufe berechnet, typische Routinejobs werden verschwinden. Doch den Menschen geht die Arbeit nicht aus, sie wird flexibler, inhaltlich anspruchsvoller und interaktiver.

"Mit maschinellem Lernen kann man ganz neue Arten von Zusammenarbeit erreichen."

Moritz Roidl, Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML, Dortmund

Medienpädagogik in Bayern setzt deshalb auf neue Unterrichtskonzepte und Angebote der Internetplattform mebis.

"Ein selbstbestimmtes Lernen ermöglicht wichtige Kompetenzen in einer durch Digitalisierung und Mediatisierung geprägten Welt."

Prof. Dr. Silke Grafe, Lehrstuhl für Schuldpädagogk, Universität Würzburg

Auch das Handwerk kann dank neuer Technik für den Nachwuchs attraktiv bleiben. Gelingt es im Wettbewerb zu Vorreitern wie den USA und China aufzuschließen, wird Digitalisierung zu einer Chance für die Arbeitswelt und unterm Strich könnte die Zahl der Arbeitsplätze weiter steigen.


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