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Dokumentarfilmerin HFF-Studentin Veronika Hafner

Veronika Hafner, Bachelor in Psychologie, Nebenfach Soziologie, studiert an der HFF Regie. Veronika Hafner will in ihren Filmen die alltäglichen Probleme von Menschen zeigen. Campus Cinema erzählte sie von ihren neuen Projekten.

Von: Ella Priesnitz

Stand: 03.08.2017

HFF-Studentin Veronika Hafner | Bild: Ella Priesnitz

Was interessiert Dich als Filmemacherin besonders?

Mir gefallen unkonventionelle Strukturen im Film – wenn der Aufbau, die Anordnung der Handlungsstränge den Inhalt unterstützen. Thematisch interessiert mich Alltägliches, die Dinge, die so banal sind, dass man sie gar nicht hinterfragt. Dazu gehören zum Beispiel Gedankenspiele, in denen man überlegt, an welchem Punkt man in seinem Leben vielleicht auch anders hätte entscheiden können – und was dann passiert wäre. Ich arbeite auch als Psychologin, das inspiriert mich wohl.

Wie sieht das dann in einem Projekt aus?

Gerade habe ich mit einer Kommilitonin einen Film fertig gestellt, der von zwei Freundinnen handelt, die sich beide aus ihrer jeweiligen Beziehung lösen wollen. Die Eine trennt sich, die Andere nicht – beide müssen mit ihren Entscheidungen zurechtkommen. Es geht viel um Selbstreflexivität und Deutungsmöglichkeiten. Wir haben versucht, das auch in der Struktur des Films widerzuspiegeln. Deswegen bin ich wirklich gespannt, was das Publikum aus dem Film mitnimmt.

Was wünscht Du Dir für Deine Zukunft als Filmemacherin?

Ich möchte vom Filmemachen leben können. Viele jammern, dass sich die Branche in der Krise befindet. Aber ich glaube, dass sich deswegen auch viele Chancen auftun. Zum Beispiel erwarte ich neue Antworten auf die Fragen, wie man Filme finanzieren und wo man Filme zeigen kann.

Veronika Hafners HFF-Film-02 "Alter"

HFF Film 02 von Veronka Hafner | Bild: Alexander Hupfeld

Eine Horde Kinder auf dem Spielplatz, zwei Studenten auf dem Weg vom Club nach Hause, ein alter Mann bei der Apfelernte im Schrebergarten. Sie scheinen wenig gemeinsam zu haben, und doch stellt der Film allen dieselbe Frage: Was bedeutet für dich das Älterwerden? So verschieden wie die Lebenssituationen, sind auch die Gedanken der Protagonisten. Denn die Herausforderungen des Älterwerdens begleiten den Menschen ab dem ersten Tag seines Lebens.

HFF Film 02 Veronika Hafner | Bild: Alexander Hupfeld

Veronika Hafners 02-Film „Alter“ entstand in Doppelregie mit Nancy Camaldo. Der 30-Minüter zeigt 100 Menschen im Alter von 0 bis 100 und stellt die Frage, wie sich der Bezug zum Älterwerden verändert.

  • Regie: Veronika Hafner, Nancy Camaldo
  • Drehbuch: Veronika Hafner, Nancy Camaldo
  • Kamera: Alexander Hupfeld
  • Protagonist/in: Max Tindale, Louis Leutgeb, Robin Holzinger, Antonia Rahm, Charlotte Holz
  • Herstellungsleitung: Ferdinand Freising
  • Producer: Natalie Hölzel, Laura Roll, Laura Mihajlovic
  • Schnitt: Andreas Baltschun
  • FSK Bewertung: ohne Altersbeschränkung
  • Produziert durch: Hochschule für Fernsehen und Film München ( HFF )

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