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Vom Sonderlehrgang zum international renommierten Institut Filmakademie Wien

Die Filmakademie ist ein Teil der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien (mdw). Den Studierenden werden zahlreiche Kooperationsmöglichkeiten mit anderen Studiengängen geboten - ein Austausch, von dem jeder profitieren kann.

Von: Sandra Schnabel

Stand: 29.03.2016 | Archiv

Filmakademie Wien | Bild: Ewald Grabenbauer

Die Filmakademie begann 1951 als Sonderlehrgang für Filmgestaltung an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien, kurz mdw. Über die Jahre entwickelte sich der Lehrgang zum eigenständigen Institut für Film und Fernsehen. Geboten werden hohe Standards in Studio- und Filmtechnik, eine enges Verhältnis zwischen Studenten und Dozenten und viel Raum für den kreativen Selbstfindungsprozess des Einzelnen. Schon während des Studiums werden die Studenten durch Kooperationen und Koproduktionen mit Produktionsfirmen auf das Arbeitsleben vorbereitet. Die Theorie gehört zum Studium aber natürlich auch dazu. Stolz ist die Filmakademie auch auf ihre vielen bekannten Dozenten. Unter ihnen finden sich international bekannte Akteure und Regisseure wie zum Beispiel der Oscar-Gewinner Michael Haneke oder der österreichische Autorenfilmer Götz Spielmann.

Gemeinsame Grundausbildung, dann Spezialisierung

Die Filmakademie bietet fünf Studienrichtungen an: Buch und Dramaturgie, Bildtechnik und Kamera, Produktion, Regie und Schnitt. Die Studenten durchlaufen ein gemeinsames Grundstudium, in dem sie alle gemeinsam in allen Bereichen unterrichtet werden. Ab dem vierten Semester beginnt dann die Vorbereitung auf die Bachelorarbeit, welche die Studenten im jeweiligen Schwerpunkt absolvieren. Nach dem dreijährigen Bachelor ist ein zweijähriges Masterstudium in derselben Studienrichtung vorgesehen. Hier erhalten die Studenten eine vertiefte Ausbildung in den jeweiligen Bereich. Zur Ausbildung gehören ebenfalls Praktika und mehrere Übungsarbeiten. Pro Jahr produzieren die Studenten um die 80 Filme. Die Bachelorfilme werden oft im professionellen Umfeld in Zusammenarbeit mit Produktionsfirmen realisiert.

Seit kurzem bietet die Filmakademie auch den Masterstudiengang "Digital Art–Compositing" an. Dieser Studiengang beschäftigt sich mit dem kreativen Zusammensetzen von Einzelbildern zu einer neuen Einheit. Ob die Bilder gefilmt, fotografiert, gemalt oder animiert sind, spielt dabei keine Rolle. Die Studenten erlernen das hierfür nötige technische Grundverständnis und werden in ihrer Kreativität gefördert.

Bewerbung und Zulassung

Die Bewerbung für die Filmakademie ist eine kleine Herausforderung. Die Bewerber sollen zeigen, dass sie die Voraussetzungen und das Talent für die jeweiligen Studiengänge haben. Die Bewerbungsunterlagen werden ein halbes Jahr vor der Frist online gestellt, damit die Bewerber ausreichend Zeit haben, die darin gestellten Aufgaben zu bearbeiten. Diese sind teils allgemein gehalten, beispielsweise soll eine Kurzgeschichte geschrieben oder eine Idee für einen Dokumentarfilm ausgearbeitet werden.

Diese Aufgaben werden dem Prüfungsausschuss vorgelegt. Dieser befragt dann die Bewerber zu den Aufgaben. Nach dieser Runde folgen weitere, spezifischere Aufgaben zu denen der Bewerber nochmals mündlich befragt wird.


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