ARD-alpha - Campus


4

Prof. Dr. Stephan Clemens Arsen ist überall – Forschen gegen die schleichende Vergiftung

Der Biochemiker Stephan Clemens von der Universität Bayreuth verrät, wie gefährliches Arsen in der Natur abgebaut werden kann.

Stand: 09.12.2019

Arsen wurde bis ins 19. Jahrhundert gezielt eingesetzt, um sich unliebsamer Mitbürger auf schnelle Art zu entledigen. Kaum bekannt ist, dass Arsen praktisch überall in unserer Umwelt zu finden ist. Sowohl natürliche Prozesse als auch menschliche Aktivitäten sind dafür verantwortlich. Die Konzentrationen sind meist gering, doch nehmen Nahrungspflanzen das Arsen aus der Umwelt auf. Vor allem Reis neigt dazu, der in vielen Ländern das wichtigste Grundnahrungsmittel und eigentlich gesund ist. Über Jahre hinweg kann es paradoxerweise jedoch zu einer schleichenden Arsen-Vergiftung kommen. Geo- und Biowissenschaften arbeiten gemeinsam daran, die Wege von Arsen in der Natur zu verstehen und bald wird es dank moderner Züchtungsmethoden möglich sein, Pflanzen praktisch ohne Arsen-Aufnahme auf die Felder zu bringen.

Vita:

1985-1991    Studium der Biologie an der Universität Münster und der University of Sussex
(Brighton, UK)

1995               Promotion am Institut für Biochemie und Biotechnologie der Pflanzen,
Universität Münster

1996-1998    Postdoktorand/Research Associate an der University of California San Diego

1998-2006    Gruppenleiter am Leibniz-Institut für Pflanzenbiochemie

2003               Habilitation, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Seit 2006       Inhaber des Lehrstuhls für Pflanzenphysiologie, Universität Bayreuth

2009-2011    Dekan der Fakultät für Biologie, Chemie und Geowissenschaften

Seit 2009       Dreimal Gewinner der „Goldenen Kreide“ für die beste Lehre in der Fakultät für Biologie, Chemie und Geowissenschaften

2012-2016    Direktor der „Forschungsstelle für Nahrungsmittelqualität“

Seit 2018       Gründungsdekan der „Fakultät für Lebenswissenschaften: Lebensmittel,
Ernährung und Gesundheit“ auf dem neu entstehenden Campus Kulmbach der Universität Bayreuth


4