ARD-alpha - Campus DISKURS

Woran kranken die deutschen Universitäten?

Prof. Dr. Wolfgang A. Herrmann Woran kranken die deutschen Universitäten?

Stand: 23.10.2017

Was haben der Bologna-Prozess und die Exzellenzinitiative für die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Universitäten gebracht? Martin Posselt im Gespräch mit dem Präsidenten der Technischen Universität München.

Die Bologna-Reform, die 1999 beschlossene europaweite Harmonisierung der Studienabschlüsse, führte zu tiefgreifenden Veränderungen der Studienstruktur in Deutschland. Die Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder, die parallel zum Bologna-Prozess anlief, sollte mehr Wettbewerb unter den Hochschulen in der Forschung bringen. Wie zukunftsfähig sind deutsche Universitäten heute im internationalen Vergleich? Prof. Dr. Wolfgang A. Hermann ist der am längsten amtierende Präsident einer deutschen Hochschule. Seit 1995 leitet er die Technische Universität München. Wenn es um die Einführung kontrovers diskutierter Maßnahmen geht – z.B. die Eliteförderung oder die Kooperation zwischen Universität und Wirtschaft – gehört die Technische Universität München in seiner Amtszeit zu den Vorreitern in Deutschland.

Themen des Gesprächs 1. Teil

  • Wie hat die „Exzellenzinitiative“ das deutsche Hochschulwesen vorangebracht?
  • Was ändert sich durch die 2019 folgende „Exzellenzstrategie“?
  • Werden die nicht durch die Exzellenzstrategie geförderten Universitäten benachteiligt?

Themen des Gesprächs 2. Teil

  • Was hat die TU München im Zuge der Bologna-Reform anders gemacht als andere Universitäten mit ähnlichen Voraussetzungen?
  • Was bedeutet das Leitbild der „unternehmerischen Universität“?
  • Welche Strategie verfolgt die TU München mit der Gründung von Zweigstellen im In- und Ausland?

Themen des Gesprächs 3. Teil

  • Wie wirkt sich die immer größere Zahl von Studierenden auf das Humboldt’sche Ideal von „Forschen und Lehren“ aus?
  • Wird die Förderung der Lehre in Deutschland zugunsten der Forschung vernachlässigt?
  • Warum hat die TU München die Lehrerbildung in einer „School of Education“ gebündelt?
  • Warum engagiert sich die TU München nun auch in den Geistes- und Sozialwissenschaften und welche Rolle spielt die Mehrsprachigkeit?
  • Welchen neuen Typ Universität braucht Deutschland?

Prof. Dr. Wolfgang A. Herrmann ist seit 1995 Präsident der Technischen Universität München. Der Leibniz-Preisträger war zuvor Professor und später Lehrstuhlinhaber für Anorganische Chemie an den Universitäten Regensburg, Frankfurt am Main und der TU München. Für zahlreiche Neuerungen in der Hochschulentwicklung wurde Wolfgang Herrmann ausgezeichnet, z.B. als Hochschulmanager und Hochschulpräsident des Jahres.