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Ehemaliger Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen Kasper, Walter

Kardinal Prof. Dr. Walter Kasper war von 2001 bis 2011 Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen, der 1960 von Papst Johannes XXIII. unter dem Namen Sekretariat zur Förderung der Einheit der Christen gegründet worden war. 2011 wurde Walter Kasper in den Rang eines Kardinalpriesters erhoben.

Stand: 09.12.2011 | Archiv

Walter Kasper zu Gast im alpha-Forum | Bild: BR

"Diese kleine Pfarreien sind ja z. T. wirklich sterbende Pfarreien. Wenn man dort hinkommt als Bischof, dann ist die Kirche voll, das stimmt. Aber wenn man dann ein bisschen unandächtig ist bei der Messe und sich ein wenig umschaut in der Kirche, dann stellt man fest, dass die Mehrzahl der Besucher mindestens 60 Jahre alt ist, dass so gut wie keine Kinder und Jugendlichen da sind. Das ist eine Zeitbombe, das kann so nicht weitergehen. In diesen Pfarreien ist dann auch kein Leben mehr vorhanden. Wenn man das aber in Mittelpunktspfarreien organisiert, sodass zwei, drei Priester zusammen sind und eine Lebensgemeinschaft bilden, dann wirkt das ganz anders nach außen: Von so einem Pfarrhaus geht dann auch wieder Leben aus. Ich kann mir vorstellen, dass das dann auch für junge Menschen wieder anziehender wäre. Ich habe das ja nicht nur in den USA erlebt, sondern auch in Westafrika."

Walter Kasper

Zur Person

  • Geboren
  • 5. März 1933 in Heidenheim
  • Schule
  • Volksschule in Wäschenbeuren
  • Oberrealschule in Göppingen
  • Gymnasium in Wangen und Ehingen
  • 1952 Abitur
  • Ausbildung
  • Theologie- und Philosophiestudium in Tübingen und München
  • Priesterseminar in Rottenburg
  • 1961 Promotion zum Dr. theol.
  • Beruf
  • Theologe

Funktionen und Ämter

  • Aktuelle Funktion
  • Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen
  • Ämter/berufliche Stationen
  • 1957 Priesterweihe, anschließend Vikar in der Herz-Jesu-Gemeinde Stuttgart
  • 1958-1961 Repetent für Dogmatik am Wilhelmsstift in Tübingen
  • 1961-1964 wissenschaftlicher Assistent am Katholisch-Theologischen Seminar der Universität Tübingen
  • 1964 Habilitation
  • 1969-1970 Dekan der Katholisch-Theologischen Fakultät in Münster
  • 1970 Professor für Dogmatik an die Universität Tübingen
  • 1970-1971 Dekan der Katholisch-Theologischen Fakultät in Tübingen
  • 1979 Konsultor des Sekretariats zur Förderung der Einheit der Christen (heute: Päpstlicher Rat zur Förderung der Einheit der Christen)
  • 1985 Sondersekretär der außerordentlichen römischen Bischofssynode
  • 1989 Bischof der Diözese Rottenburg-Stuttgart
  • 1999 Sekretär des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen
  • 2001 Ernennung zum Kardinal
  • 2001-2010 Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen
  • 2011 Kardinalspriester

Veröffentlichungen

  • Diener der Freude. Priesterliche Existenz - priesterlicher Dienst, Freiburg im Breisgau u. a.: Herder, 2007.
  • Wege der Einheit. Perspektiven für die Ökumene, Freiburg im Breisgau u. a.: Herder, 2004.
  • Theologie, Kirche, Katholizismus (zusammen mit Joseph Ratzinger und Max Seckler), hrsg. von Michael Kessler, Tübingen, Francke, 2003.
  • Der Gott Jesu Christi, 3. Auflage, Mainz: Matthias-Grünewald-Verlag, 1995.
  • Jesus der Christus, 11. Auflage, Mainz: Matthias-Grünewald-Verlag, 1992.
  • (Hrsg.) Sie suchten die Wahrheit. Heilige Theologen, Mainz: Matthias-Grünewald-Verlag, 1985.
  • Einführung in den Glauben, 6. Auflage, Mainz: Matthias-Grünewald-Verlag, 1980.
  • Jesus ja - Kirche nein? (zusammen mit Jürgen Moltmann), 2. Auflage, Zürich u. a.: Benziger, 1980.
  • Zukunft aus dem Glauben, Mainz: Matthias-Grünewald-Verlag, 1978.

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