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alpha-Forum extra Nicht nur für Regentage - Museumskultur heute

In Bayern gibt es etwa 1350 Museen, deren Träger aber nicht nur der Staat, Städte oder Gemeinden sind, sondern auch Vereine, Firmen oder Privatpersonen. Die Gesellschaft verändert sich – und damit auch die Anforderungen an die Museen. Das Museum wird zu einer sozialen Institution, die ein breiteres Publikum einbeziehen will.

Stand: 13.04.2016 | Archiv

"Ein Museum ist ein ganz vielfältiger Ort geworden, d. h. es ist – zum Glück – nicht mehr wie früher ein Musentempel. Die Museen haben sich geöffnet nach außen und verstehen sich auch als eine Art Dienstleister. Das heißt aber nicht, dass man die Wissenschaft über Bord kippt, das heißt es sogar überhaupt nicht. Aber das Museum darf ein Ort sein und ist ein Ort geworden, an dem sich Menschen wohlfühlen dürfen. Und es ist ja völlig legitim, wenn jemand einfach nur sagt: 'Heute ist Sonntag, was machen wir? Ach, gehen wir doch mal ins Museum.' Das ist etwas, was man dann gemeinsam macht, denn das ist eine Unternehmung, die man in der Regel nicht alleine macht, sondern zu mehreren. Wenn jemand aber ins Museum geht, weil er über ein bestimmtes Thema immer schon mehr und Genaueres wissen wollte, fängt dieser 'Lernort' Museum an. Das hört sich furchtbar trocken an, ist aber etwas, was wunderbar funktioniert, weil niemand bewusst zum Lernen ins Museum geht, sondern das findet nebenbei statt."

Astrid Pellengahr

Dr. Astrid Pellengahr
Leiterin Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern

Monika Müller-Rieger
Dipl.-Ethnologin und Museologin FH
Ausstellungsgestalterin


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