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Politikwissenschaftler / Literaturwissenschaftlerin Münkler, Herfried und Marina

Herfried und Marina Münkler schrieben während der Flüchtlingskrise 2015 gemeinsam das Buch "Die neuen Deutschen. Ein Land vor seiner Zukunft" (2016), in dem sie die Zuwanderung als Chance für unsere Gesellschaft sehen.

Stand: 06.04.2017 | Archiv

"Deutschland war im 19. Jahrhundert einer der größten Exporteure von Menschen: Damals wanderten ungefähr eine Million Menschen aus Deutschland in die beiden Amerikas aus, weil die Arbeits- und Lebensbedingungen in ihrer Heimat nicht hinreichend waren, um sie zu versorgen. Das ändert sich aber mit der Industrialisierung Deutschlands: Vom Beginn der Industrialisierung in den 1870er und teilweise schon in den 1860er Jahren an versiegt gewissermaßen die Auswanderung aus Deutschland als eine Massenbewegung. Man brauchte stattdessen Menschen, die hierher zuwanderten. Sie kamen zunächst lange Zeit aus dem Osten, aus preußischen Teilen Polens, aber auch aus den russischen Teilen Polens und darüber hinaus. Das heißt, eigentlich ist Zuwanderung ein Indikator dafür, dass es einer Region gut geht, während Auswanderung eher ein Indikator dafür ist, dass es einer Region schlecht geht."

Herfried Münkler

Herfried Münkler

geboren am 15. August 1951 in Friedberg, studierte Germanistik, Politikwissenschaft und Philosophie an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt und war hier auch wissenschaftlicher Mitarbeiter. Seit 1992 ist er Professor für Theorie der Politik am Fachbereich Sozialwissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin.

Veröffentlichungen

  • Die neuen Deutschen. Ein Land vor seiner Zukunft (zusammen mit Marina Münkler), Berlin: Rowohlt, 2016.
  • Mitte und Maß, Berlin: Rowohlt Berlin, 2010.
  • (Hrsg.) Handeln unter Risiko, Bielefeld: Transcript, 2010.
  • Die Deutschen und ihre Mythen, Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 2010.
  • Politische Theorie und Ideengeschichte (zusammen mit Karsten Fischer), München: Beck, 2010.
  • (Hrsg.) Sicherheit und Risiko, Bielefeld: Transcript, 2010.
  • (Hrsg.) Wege in die neue Bundesrepublik, Frankfurt am Main: Campus, 2009.
  • (Hrsg.) Strategien der Visualisierung, Frankfurt am Main: Campus, 2009.
  • (Hrsg.) Humanitäre Intervention, Wiesbaden: VS, 2008.
  • Imperien, Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 2007.
  • Vom Krieg zum Terror, Zürich: Votobel-Stiftung, 2006.

Marina Münkler

geboren 1960, studierte Germanistik, Philosophie und Theaterwissenschaften an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main. Sie war freiberufliche Übersetzerin, Literaturkritikerin und Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für deutsche Literatur der Humboldt-Universität zu Berlin. Seit 2010 ist sie Professorin für Ältere und Frühneuzeitliche Literatur und Kultur an der Technischen Universität Dresden.

Veröffentlichungen

  • Die neuen Deutschen. Ein Land vor seiner Zukunft (zusammen mit Herfried Münkler), Berlin: Rowohlt, 2016.
  • Marco Polo. Leben und Legende, 2., überarbeitete und erweiterte Auflage, München: Beck, 2015.
  • (Hrsg.) Aspekte einer Sprache der Liebe. Formen des Dialogischen im Minnesang, Berlin u. a.: Lang, 2011.
  • Lexikon der Renaissance (zusammen mit Herfried Münkler) München: Beck, 2000.

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