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Opfer des NS-Regimes Grube, Ernst

Ernst Grube wurde 1945 zusammen mit seinen Geschwistern und seiner Mutter in das Konzentrationslager Theresienstadt deportiert, nach der Befreiung durch die Rote Armee kehrte er zurück nach München. Er wurde Berufsschullehrer, ist Sprecher des Landesvorstands Bayern der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes und stellvertretender Vorsitzender der Lagergemeinschaft Dachau e.V.

Stand: 12.12.2013 | Archiv

"Als wir 1943 vom Getto in Berg am Laim zurück zu den Eltern in die Damenstiftstraße kamen, begannen ja auch die Bombenangriffe auf München. Wir sind dabei drei Mal ausgebombt worden. Wir Juden durften bei einem Angriff in keinen öffentlichen Luftschutzkeller! Einmal war ich gerade am Hauptbahnhof, wo es am Alten Botanischen Garten einen Tiefbunker gegeben hat. Dort ließ man mich nicht hinein! Ich weiß heute nicht mehr genau, ob man mich dort schon gekannt hat oder ob ich den Stern getragen habe, ich kam jedenfalls nicht rein."

Ernst Grube

Zur Person

  • Geboren
  • 13. Dezember 1932 in München
  • Schule
  • Abitur auf dem zweiten Bildungsweg
  • Ausbildung
  • Malermeister
  • Studium
  • Beruf
  • Berufsschullehrer

Lebensstationen

  • 1938–1942 Unterbringung im jüdischen Kinderheim in München-Schwabing
  • 1942–1943 Aufenthalt im Sammel- und Deportationslager Milbertshofen und in der "Heimanlage für Juden" in Berg am Laim
  • 1945 Deportation in das Konzentrationslager Theresienstadt
  • Stellvertretender Vorsitzender der Lagergemeinschaft Dachau e.V.
  • Sprecher des Landesvorstands Bayern der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes

Erstsendung: 9.1.2014


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