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Universität Würzburg Leibniz-Preisträger Prof. Dr. Holger Braunschweig

Der Zähmer des schwierigsten Elementes: Für seine Bor-Forschung wurde Holger Braunschweig von der Universität Würzburg 2009 mit dem Leibniz-Preis ausgezeichnet.

Von: Sonja Vodicka

Stand: 23.01.2014

Praktisch im Alleingang hat Holger Braunschweig ein ganzes Forschungsfeld erschlossen: Die Verschmelzung von Hauptgruppen- und Übergangsmetallchemie. Das Geschick und die Geduld, mit der er das nahezu unbekannte und als überaus schwierig angesehene Gebiet bewältigte, trug ihm weltweite Anerkennung und den Leibniz-Preis 2009 ein. Besonders wegweisend sind die Arbeiten, mit denen Braunschweig das Element Bor durch die Verbindung mit Metallen gleichsam "gezähmt" hat. Auf diese Weise wurden neue Moleküle erzeugt, von denen zu erwarten ist, dass sie Katalyse und Materialwissenschaften nachhaltig befruchten.

Prof. Dr. Holger Braunschweig

Holger Braunschweigs wissenschaftlicher Werdegang ist eng mit der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen verbunden. Dort promovierte er nach dem Chemiestudium zunächst und, nach einem Intermezzo als Postdoktorand in Brighton, wurde er auch dort habilitiert. Von Aachen wechselte er als Senior Lecturer und Reader an das Imperial College London, von wo aus er 2002 nach Würzburg auf den Lehrstuhl für Anorganische Chemie der Universität berufen wurde.

Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis

Der Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis ist der wichtigste Forschungsförderpreis in Deutschland. Ziel des Leibniz-Programms, das 1985 eingerichtet wurde, ist es, die Arbeitsbedingungen herausragender Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu verbessern, ihre Forschungsmöglichkeiten zu erweitern, sie von administrativem Arbeitsaufwand zu entlasten und ihnen die Beschäftigung besonders qualifizierter jüngerer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu erleichtern. Der Preis ist mit bis zu 2,5 Millionen Euro dotiert. Die Förderung wird nur auf Vorschlag Dritter gewährt.


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