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Universitätsmedizin Erlangen Wenn Gelenke schmerzen

Arthrose gilt als die häufigste Gelenkerkrankung bei Erwachsenen weltweit. Vor allem schmerzen die Gelenke, die täglich besonders belastet werden wie Knie-, Hüft-, Finger- und Fußgelenke. Heilbar ist der Gelenkverschleiß nicht.

Von: Anette Kolb

Stand: 08.01.2015

Knochenenden sind dort, wo sie Gelenke bilden, mit einer Knorpelschicht überzogen. Bei einer Arthrose nutzt sie sich ab. Die Knochen reiben schließlich ungeschützt aneinander und das Knochengewebe verändert sich. Patienten können betroffene Gelenke nur noch eingeschränkt und unter Schmerzen bewegen.

Die Ursachen für die so genannte primäre Arthrose sind vermutlich genetisch bedingt, aber nicht abschließend geklärt. Sekundäre Arthrosen entstehen durch bekannte Ursachen, z.B. nach Verletzungen, durch langjährige Überbelastung durch körperliche Arbeit, Leistungssport oder Stoffwechselkrankheiten wie Diabetes. Wer vorbeugen oder in einem frühen Stadium aktiv werden will, sollte u.a. Fehlbelastungen vermeiden, Sportarten mit gleichmäßigen Bewegungsabläufen betreiben und auf sein Gewicht achten.

Die Diagnose allein sagt allerdings wenig über den Grad der Arthroseschmerzen aus: Nur 20 bis 30 Prozent der Patienten leiden tatsächlich unter den Beschwerden. Erst wenn die Arthrose schmerzt, wird sie zum medikamentösen Behandlungsfall. Bei der Therapie spielt neben der schmerz- und entzündungshemmenden Medikamentation auch Krankengymnastik eine wichtige Rolle. Eine Operation, bei der ein künstlicher Gelenkersatz eingesetzt wird, ist die letzte Therapiemöglichkeit.

Gliederung

  • Schmerz
  • Arthrose:
  • Definition
  • Klinisches Bild
  • Therapie

Prof. Dr. med. Bernd Swoboda

Bernd Swoboda ist Chefarzt der Orthopädisch-Rheumatologischen Abteilung der Universität Erlangen-Nürnberg im Waldkrankenhaus St. Marien. Als Experte für degenerative und entzündliche Gelenkerkrankungen beschäftigt er sich mit molekularen Grundlagen der Arthrose und mit der Interaktion zwischen Knochen und Immunsystem.

Sendereihe „Universitätsmedizin Erlangen“

Die Forschungsstiftung Medizin am Universitätsklinikum Erlangen fördert Wissenschaft und Forschung sowie Aus- und Weiterbildung. Sie unterstützt das öffentliche Gesundheitswesen und die Versorgung bedürftiger Patienten. Mit ihrer Vortragsreihe „Neues aus der Universitätsmedizin in Erlangen“ informiert sie alle interessierten Bürgerinnen und Bürger über aktuelle Forschungsergebnisse.
Als besonderen Online-Service bietet alpha-Campus hier die vollständige Langfassung des Vortrags, der im Fernsehen in einer gekürzten 30-min-Fassung zu sehen ist.


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