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Universitätsmedizin Erlangen Früherkennung von Magen-Darm-Tumoren

Darmkrebs ist in Deutschland die häufigste bösartige Erkrankung des Magen-Darm-Trakts und nach Brustkrebs und Prostata- und Lungenkrebs die zweit- bzw. dritthäufigste Ursache von Krebstod in Deutschland.

Von: Anette Kolb

Stand: 11.10.2014

Tumoren können an allen Organen des Magen-Darm-Traktes (Speiseröhre, Magen, Dickdarm, Bauchspeicheldrüse, Leber und Gallenwege) auftreten. Ursachen sind entweder Vererbung oder Umwelteinflüsse wie Viren, Strahlenbelastung, Umweltgifte oder Ernährung. Zu den allgemeinen Vorsorgemaßnahmen gehören deshalb neben sportlicher Aktivität auch die Vermeidung von Übergewicht und eine Ernährung, bei der mehr Obst und Gemüse, dafür weniger tierische Fette und rotes Fleisch gegessen werden.

Darmkrebs entsteht in der weit überwiegenden Zahl der Fälle (95 %) durch erworbene Genmutationen in den Zellen der Darmschleimhaut. Etwa fünf Prozent der Erkrankungen sind vererbt. In Deutschland übernehmen Krankenkassen die Kosten für eine Darmspiegelung als Früherkennungsmaßnahme ab dem 55. Lebensjahr, bei Menschen aus „Risikofamilien“ ab dem 35. Lebensjahr (empfohlen wird hier als Faustregel, zehn Jahre vor der beim Familienmitglied erfolgten Tumordiagnose zur Früherkennung zu gehen) – denn die Heilungschancen hängen entscheidend ab, in welchem Krankheitsstadium der Darmkrebs entdeckt wird.

Gliederung

  • Früherkennungsmaßnahmen
  • Krebserkrankungen in Deutschland
  • Ursachen von Krebs
  • Erbliche Krebserkrankungen des Magen-Darm-Trakts
  • Vorsorgemaßnahmen und Strategien der Krebsbekämpfung

Prof. Dr. med. Werner Hohenberger

Werner Hohenberger ist Direktor der Chirurgischen Klinik am Universitätsklinikum Erlangen und dort Spezialist für die Chirurgie des Bauch- und des Magen-Darm-Trakts. In seiner wissenschaftlichen Arbeit widmet er sich der Grundlagenforschung bei Krebs. Er ist Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina und 2014-15 Präsident der Deutschen Gesellschaft für Koloproktologie.

Sendereihe „Universitätsmedizin Erlangen“

Die Forschungsstiftung Medizin am Universitätsklinikum Erlangen fördert Wissenschaft und Forschung sowie Aus- und Weiterbildung. Sie unterstützt das öffentliche Gesundheitswesen und die Versorgung bedürftiger Patienten. Mit ihrer Vortragsreihe „Neues aus der Universitätsmedizin in Erlangen“ informiert sie alle interessierten Bürgerinnen und Bürger über aktuelle Forschungsergebnisse.
Als besonderen Online-Service bietet alpha-Campus hier die vollständige Langfassung des Vortrags, der im Fernsehen in einer gekürzten 30-min-Fassung zu sehen ist.


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