ARD-alpha - Campus


49

Universitätsmedizin Erlangen Angststörungen erkennen und behandeln

Angst ist eine normale Reaktion auf aktuelle oder künftige Bedrohungen. Angsterkrankungen sind heute gut behandelbar.

Von: Herbert Singer

Stand: 27.12.2013

Angststörungen gehören zu den häufigsten psychischen Störungen überhaupt und führen oft zu ausgeprägtem Leiden und einer deutlich geminderten Lebensqualität. Zu den psychischen Symptomen treten oftmals körperliche Begleiterscheinungen, wie erhöhte Herzfrequenz oder flache Atmung, Schwitzen oder Zittern.
Angststörungen können aufgrund der unterschiedlichen klinischen Symptomatik in Panikstörungen, Phobien und Zwangsstörungen unterteilt werden. Solche Störungen treten in der Regel im jungen Erwachsenenalter erstmalig auf
- häufiger bei Frauen als bei Männern. Angststörungen werden psychotherapeutisch und gegebenenfalls zusätzlich medikamentös behandelt. Bei der längerfristigen medikamentösen Behandlung sollten Substanzen ohne Gewöhnungspotenzial eingesetzt werden.

Gliederung

  • Panikstörung mit und ohne Agoraphobie
  • Generalisierte Angststörung
  • Spezifische Phobien
  • Dysmorphophobie
  • Soziale Phobien
  • Zwangsstörungen

Prof. Dr. med. Johannes Kornhuber

Johannes Kornhuber ist Psychiater und Psychotherapeut. Er leitet seit dem Jahr 2000 die Psychiatrische und Psychotherapeutische Universitätsklinik Erlangen. Seinen wissenschaftlichen Ruf erlangte er durch besondere Leistungen auf dem Gebiet der Erforschung der biochemischen Grundlagen von Depressionen und Angststörungen sowie schizophrener Psychosen. Im Mittelpunkt seiner Forschungsarbeiten stehen gegenwärtig Depressionen und Demenz sowie Erkrankungen im höheren Lebensalter.

Sendereihe „Universitätsmedizin Erlangen“

Die Forschungsstiftung Medizin am Universitätsklinikum Erlangen fördert Wissenschaft und Forschung sowie Aus- und Weiterbildung. Sie unterstützt das öffentliche Gesundheitswesen und die Versorgung bedürftiger Patienten. Mit ihrer Vortragsreihe „Neues aus der Universitätsmedizin Erlangen“ informiert sie alle interessierten Bürgerinnen und Bürger über aktuelle Forschungsergebnisse.
Als besonderen Online-Service bietet alpha-Campus hier die vollständige Langfassung des Vortrags, der im Fernsehen in einer gekürzten 30-min-Fassung zu sehen ist.


49