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Deutscher Historikertag 2014 West- und Ostdeutschland nach 1970

Historiker wollen herausfinden, wie sich die beiden deutschen Staaten während und nach der Teilung gegenseitig beeinflusst haben.

Von: Anette Kolb

Stand: 07.12.2014

Wenn es um gesellschaftliche Prozesse geht, war die Mauer durchlässiger als bisher angenommen. Weder ökologische Protestbewegungen, noch der vielbeschworene Wandel von der Industrie- zur Wissensgesellschaft ließen sich an der innerdeutschen Grenze aufhalten. Die grenzübergreifenden Radio- und TV-Programme unterstützten diese Vorgänge.
Die Diskutanten auf dem Podium betrachten Politik, Wirtschaft und Konsum, Umwelt- und Bildungsgeschichte aus gesamtdeutscher Perspektive und beschäftigen sich mit den Veränderungen seit 1970, die die deutsch-deutsche Geschichte abseits des Rampenlichts der Wiedervereinigungspolitik nach der Maueröffnung 1989 durchgemacht hat. Wo spielen die eigenen Traditionen eine Rolle, wo haben Ost und West Strukturen vom jeweils anderen adaptiert? Wie hat sich Deutschland unter dem Einfluss globaler Trends gewandelt?

Es referieren: Prof. Dr. André Steiner (ZZF Potsdam), PD Dr. Frank Uekötter (Universität Birmingham), Prof. Dr. Frank Bösch (ZZF Potsdam), Dr. Wilfried Rudloff (Universität Kassel) und Prof. Dr. Lutz Raphael (Universität Trier).

Die Referenten:

Frank Bösch ist Direktor des Zentrums für Zeithistorische Forschung (ZZF) Potsdam und hat den Lehrstuhl für deutsche und europäische Geschichte des 20. Jahrhunderts an der Universität Potsdam inne.
Lutz Raphael ist Professor für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Trier. In seiner Forschung beschäftigt er sich u.a. mit der Geschichte des modernen Verwaltungsstaates und der Geschichte der Geschichtswissenschaft im 19. und 20. Jahrhundert.
Wilfried Rudloff, Universität Kassel, ist als wissenschaftlicher Mitarbeiter der Mainzer Akademie der Wissenschaften und der Literatur an dem Projekt "Quellensammlung zur Geschichte der deutschen Sozialpolitik 1867 bis 1914“ beteiligt. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehört außerdem die Geschichte der Bildungspolitik.
André Steiner ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam und außerplanmäßiger Professor an der Universität Potsdam. Seine Forschungsthemen sind u.a. die Wirtschaftsintegration in West- und Osteuropa nach dem Zweiten Weltkrieg und die Konsumgeschichte Deutschlands.
Frank Uekötter ist Reader für geisteswissenschaftliche Umweltforschung an der Universität Birmingham in Großbritannien und Experte für die Umweltgeschichte seit dem 19. Jahrhundert.

Sendereihe „Deutscher Historikertag Göttingen 2014“

Alle zwei Jahre treffen sich an wechselnden Orten Wissenschaftler, Studierende und Geschichtspädagogen zum Deutschen Historikertag, einem der größten geisteswissenschaftlichen Kongresse Europas. Veranstalter ist der Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands (VHD) in Kooperation mit dem Verband der Geschichtslehrer Deutschlands.
Als besonderen Online-Service bietet alpha-Campus hier die vollständige Langfassung der Veranstaltung, die im Fernsehen in einer gekürzten 30-min-Fassung zu sehen ist.


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