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Münchner Wissenschaftstage 2016 Wasser: Nutzen und Konflikte

Der weltweite Mangel an Trinkwasser führt zu immer mehr bewaffneten Konflikten, Revolutionen und regelrechten Wasserkriegen.

Stand: 21.10.2017

Wenn irgendwo auf der Welt plötzlich wie aus heiterem Himmel Aufstände  oder Kriege ausbrechen, wird dies häufig mit religiösen, ethnischen oder politischen Problemen begründet. Dabei wird oft übersehen, dass der tiefere Grund für die Auseinandersetzungen der mangelnde Zugang zu Trinkwasser ist. Laut Steffen Krause von der Universität der Bundeswehr entstanden deshalb die Aufstände in Syrien und im Irak gegen Präsident Assad und den libyschen Präsidenten Gaddafi. Schuld an der Wasserknappheit war allerdings der türkische Präsident Erdogan, der Teile der Ströme von Euphrat und Tigris nach Anatolien umleitete, um ein inzwischen gescheitertes riesiges landwirtschaftliches Projekt zu verwirklichen.
Gerade in Afrika kommt es immer wieder zu Bürgerkriegen, weil die ärmeren Bürger von der Oberschicht zu wenig Zugang zu sauberem Trinkwasser erhalten. Die Folgen durch verschmutztes Trinkwasser sind manchmal Krankheiten wie die Cholera. Verschärft wird die Situation in Afrika durch die Bevölkerungsexplosion und immer kleiner werdende Ressourcen an sauberem Trinkwasser. Eine Lösung sind Entsalzungsanlagen, die durch die neue Osmose-Technik weniger Energie verbrauchen als bisher durch das Erhitzen des Salzwassers erforderlich war.. 

Gliederung

  • Wechselseitige Abhängigkeit zwischen Wasser, Nahrung und Energie eines Landes
  • Weltweit zunehmende Konflikte durch Wassermangel, sogenannte „Wasser- Kriege“
  • Globale Lösungsmöglichkeiten

Der Referent

Der Ingenieur Dr. Steffen Krause vom Institut für Wasserwesen an der Universität der Bundeswehr in München erforscht seit vielen Jahren die Themen Filtrationsverfahren und Sicherheit in der Wasserversorgung.

Die Sendereihe

Die Münchner Wissenschaftstage sind eine viertägige Großveranstaltung mit dem Ziel, umfassend über aktuelle, gesellschaftlich relevante Themen zu informieren, zum Nachdenken und Nachfragen anzuregen und die Urteilsfähigkeit der Bevölkerung zu schärfen. Die Vorträge werden inhaltlich getragen von den Münchner Universitäten, außeruniversitären Forschungseinrichtungen und forschungsintensiven Unternehmen. Das Motto der 16. Münchner Wissenschaftstage war  "Wasser - Ressource des Lebens". Sie fanden vom 12. bis 15. November 2016 statt.


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