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Münchner Wissenschaftstage 2016 El Niño und seine Auswirkungen

Durch die Klimaveränderung tritt der gefürchtete Wirbelsturm El Niño immer häufiger auf.

Stand: 22.09.2017

„El Niño“ ist spanisch und heißt „der Junge“ oder „das Kind“ – und als „El Niño“ wird in Südamerika auch das Christuskind bezeichnet. Dass der gefährliche Wirbelsturm diesen Namen bekam, liegt daran, dass peruanische Fischer sein Auftreten bisher meist alle vier Jahre zur Weihnachtszeit beobachteten. Jedes Mal starb dann das Plankton vor der Küste Perus durch die Erwärmung des Meerwassers ab. Die Folge: Fischschwärme blieben aus, da sie keine Nahrung fanden.
Wie Klimaforscher heute sicher belegen können, verursacht die Erderwärmung  inzwischen, dass der Wirbelsturm vor Mexiko und Südamerika immer häufiger auftritt, anstatt wie früher nur alle vier Jahre.
Erschreckend ist für die Forscher auch, dass in den letzten Jahren nicht nur ein Wirbelsturm entstand, sondern zwei El Niños nebeneinander, die doppelt und zur gleichen Zeit auftraten.
Die Folgen für die betroffenen Länder wie Mexiko und Peru sind oft katastrophal: In den peruanischen Anden etwa verursacht El Niño gigantische Abrutschungen, mitunter werden ganze Dörfer von Geröllmassen begraben.

Gliederung

  • Was ist der El Niño-Wirbelsturm?
  • Häufigeres Auftreten von El Niño
  • Doppelte El Niño-Stürme durch die Klimaveränderung
  • Folgen für Natur und Wirtschaft in den betroffenen Regionen

Die Referentin

Dr. Daniela Matei vom Max-Planck-Institut für Meteorologie in Hamburg erforscht seit vielen Jahren die Folgen von Wetterextremen durch die Klimaveränderung. Die gebürtige Rumänin hat sich auf die meteorologische Entstehung von Wirbelstürmen und Orkanen spezialisiert.

Die Sendereihe

Die Münchner Wissenschaftstage sind eine viertägige Großveranstaltung mit dem Ziel, umfassend über aktuelle, gesellschaftlich relevante Themen zu informieren, zum Nachdenken und Nachfragen anzuregen und die Urteilsfähigkeit der Bevölkerung zu schärfen. Die Vorträge werden inhaltlich getragen von den Münchner Universitäten, außeruniversitären Forschungseinrichtungen und forschungsintensiven Unternehmen. Das Motto der 16. Münchner Wissenschaftstage war  "Wasser - Ressource des Lebens". Sie fanden vom 12. bis 15. November 2016 statt.


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