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Münchner Wissenschaftstage 2016 Müllkippe Ozean

Was wir dem Meer und den Lebewesen darin zumuten

Stand: 10.07.2017

Plastik wird im Meer kaum abgebaut und reichert sich seit Jahrzehnten in den Ozeanen an. Während dieses globale Müllproblem kontinuierlich wächst, sind noch längst nicht alle seiner Facetten wissenschaftlich untersucht. So ist nicht genau bekannt, wie viel Plastik jährlich ins Meer gelangt, wie es sich dort verteilt und was es anrichtet. Vor allem die Auswirkungen von Mikroplastikpartikeln (kleiner als fünf Millimeter) auf Organismen und Ökosysteme wurden bislang noch wenig untersucht. Der Vortrag zeigt auf, welches Gefahrenpotential von der wachsenden Verschmutzung der Meere durch Plastikmüll ausgehen kann und welche Gegenmaßnahmen zur Verfügung stehen.

Gliederung

  • Herkunft und Weg des Plastikmülls im Meer
  • Küstengewässer und der offene Ozean
  • Was geschieht mit dem Plastik im Meer?
  • Folgen für die Meeresfauna
  • GEOMAR-Forschungs- und Ausbildungsprogramm "GAME"

Der Referent

Dr. Mark Lenz arbeitet am Fachbereich Marine Ökologie des Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel. Er untersucht die Auswirkungen des globalen Wandels auf Lebensgemeinschaften, Populationen und Arten-Interaktionen in Küstenmeeren. Seit 2004 koordiniert er das internationale Forschungs- und Ausbildungsprogramm GAME (Globaler Ansatz durch Modulare Experimente) zur Erforschung des Einflusses von Mikroplastikpartikeln auf Meeresorganismen.

Die Sendereihe

Die Münchner Wissenschaftstage sind eine viertägige Großveranstaltung mit dem Ziel, umfassend über aktuelle, gesellschaftlich relevante Themen zu informieren, zum Nachdenken und Nachfragen anzuregen und die Urteilsfähigkeit der Bevölkerung zu schärfen. Die Vorträge werden inhaltlich getragen von den Münchner Universitäten, außeruniversitären Forschungseinrichtungen und forschungsintensiven Unternehmen. Das Motto der 16. Münchner Wissenschaftstage war  "Wasser - Ressource des Lebens". Sie fanden vom 12. bis 15. November 2016 statt.


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