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Münchner Wissenschaftstage 2016 Gletscherschwund in den Bayerischen Alpen

Das Abschmelzen der Gletscher durch die globale Erwärmung führt zu Wasserknappheit in vielen Regionen der Welt.

Stand: 16.09.2017

Die bayerischen Gletscher sind im Vergleich zu denen im Himalaja zwar eher klein und unbedeutend, für die Forschung aber hochinteressant. Denn an ihrem langsamen Abschmelzen lässt sich die Erwärmung unseres Planeten durch die Klimaveränderung  nicht nur regional in Bayern ablesen, sondern auch für andere Teile der Welt hochrechnen.
Dass es in ein paar Jahren keinen Wintersport mehr geben wird, ist zwar schlimm für die Tourismus-Industrien in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Weitaus schlimmer ist jedoch, dass viele Regionen in Asien und ihre Bevölkerungen auf das Gletscherwasser oft als einzige Trinkwasserversorgung angewiesen sind. Die weltweit tätigen Glaziologen können nur beobachten und auf die künftigen katastrophalen Folgen des Abschmelzens der Gletscher durch die Klimaerwärmung hinweisen.

Gliederung

  • Bayerische Gletscher und ihre Erforschung
  • Bayerische Gletscher und ihr Zusammenhang mit anderen Gletschern
  • Bayerische Gletscher als Klimaindikatoren
  • Weltweites Abschmelzen  der Gletscher durch Klimaveränderung

Der Referent

Dr. Christoph Mayer, Mitarbeiter der Kommission für Erdmessung und Glaziologie an der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, erforscht alpine Gletscher. Dabei interessiert ihn besonders die Rolle der Gletscher als Klimaindikatoren im kontinentalen Wasserkreislauf und ihre Wechselwirkung mit der festen Erde. Neben langjährigen, intensiven Forschungsarbeiten am Vernagtferner, dem „Hausgletscher“ in den Ötztaler Alpen, untersucht Christoph Mayer die verschiedensten Gletscherregionen, z. B. in Norwegen, im Pamirgebirge und in Island.

Die Sendereihe

Die Münchner Wissenschaftstage sind eine viertägige Großveranstaltung mit dem Ziel, umfassend über aktuelle, gesellschaftlich relevante Themen zu informieren, zum Nachdenken und Nachfragen anzuregen und die Urteilsfähigkeit der Bevölkerung zu schärfen. Die Vorträge werden inhaltlich getragen von den Münchner Universitäten, außeruniversitären Forschungseinrichtungen und forschungsintensiven Unternehmen. Das Motto der 16. Münchner Wissenschaftstage war  "Wasser - Ressource des Lebens". Sie fanden vom 12. bis 15. November 2016 statt.


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