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Münchner Wissenschaftstage 2015 Stressfaktor Großstadt?

Stress ist eine der größten Gesundheitsgefahren des 21. Jahrhunderts, warnt die WHO. Sind Städter besonders von stressbedingten Krankheiten wie Burn-Out betroffen?

Stand: 03.05.2016

Um die psychische Gesundheit von Menschen, die in Städten leben, ist es schlechter bestellt als bei Bewohnern des ländlichen Raums. So steigt etwa das Risiko an einer Schizophrenie zu erkranken für Menschen, die in städtischer Umgebung leben, statistisch an. Auch für Angsterkrankungen wurde bei Städtern ein erhöhtes Risikos festgestellt – die Wahrscheinlichkeit zu erkranken, liegt hier um ganze 21 Prozent höher als bei Menschen auf dem Land. Bei affektiven Erkrankungen ist das Risiko für Städter sogar um 39 Prozent erhöht. Besonders dramatisch sind diese Zahlen vor dem Hintergrund, dass der Anteil der Weltbevölkerung, der in Städten lebt, zunimmt. Die kommenden dreißig Jahre werden von einem Trend zur „Vergroßstädterung“ gekennzeichnet sein.

GLIEDERUNG:

  • Zunahme der städtischen Bevölkerung
  • Macht Stress krank?
  • Einfluss von Stress auf Nervenzellen
  • Von der Neurasthenie zum Burnout

Prof. Dr. Dr. Martin Keck

Martin Keck ist Direktor und Chefarzt der Klinik des Max-Planck-Instituts für Psychiatrie in München. Schwerpunkte seiner klinischen Forschung liegen im Bereich Stress, Psychotraumata, Angst, Burnout/Depression und Schlafverhalten.

Die Sendereihe

Die Münchner Wissenschaftstage sind eine viertägige Großveranstaltung mit dem Ziel, umfassend über aktuelle, gesellschaftlich relevante Themen zu informieren, zum Nachdenken und Nachfragen anzuregen und die Urteilsfähigkeit der Bevölkerung zu schärfen. Die Vorträge werden inhaltlich getragen von den Münchner Universitäten, außeruniversitären Forschungseinrichtungen und forschungsintensiven Unternehmen. Das Motto der 15. Münchner Wissenschaftstage war  "Städte der Zukunft". Sie fanden vom 14. bis 17. November 2015 statt.


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