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Münchner Wissenschaftstage 2015 Migration und Stadtgesellschaften

Schon immer strömten die Menschen in die Städte in der Hoffnung auf ein besseres Leben. Migration hat die Stadtgesellschaften stetig verändert.

Stand: 06.06.2016

In der Neuzeit, besonders im 20. Jahrhundert, gerieten die Städte vor allem in Deutschland in eine tiefe Krise – zum einen durch Kriegsschäden, zum anderen durch die Ideologie des Nationalsozialismus. In den 1960er Jahren lebten in den wieder aufgebauten Innenstädten hauptsächlich arme Studenten und meist ebenso arme Migranten. In den 1980er Jahren erlebten die Städte eine Renaissance, die bis heute anhält. Statt in die Vorstädte oder aufs Land zu ziehen, sind die Städte als Wohnraum für die Mittel- und Oberschicht wieder attraktiv geworden und nicht nur als Wirtschaftsraum wie in den 1970er Jahren.

Wolfgang Kaschuba ist Professor für Europäische Ethnologie an der Humboldt-Universität zu Berlin und Geschäftsführender Direktor des Instituts für Europäische Ethnologie. Außerdem ist er Mitglied des transatlantischen DFG-Graduierten-Kollegs „Metropolenforschung Berlin – New York“ und Geschäftsführender Direktor des Georg Simmel Zentrums für Metropolenforschung.

Die Sendereihe

Die Münchner Wissenschaftstage sind eine viertägige Großveranstaltung mit dem Ziel, umfassend über aktuelle, gesellschaftlich relevante Themen zu informieren, zum Nachdenken und Nachfragen anzuregen und die Urteilsfähigkeit der Bevölkerung zu schärfen. Die Vorträge werden inhaltlich getragen von den Münchner Universitäten, außeruniversitären Forschungseinrichtungen und forschungsintensiven Unternehmen. Das Motto der 15. Münchner Wissenschaftstage war  "Städte der Zukunft". Sie fanden vom 14. bis 17. November 2015 statt.


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